Persgletscher

Faszination Gletscher: Wandern entlang der Eisgiganten

Gletscher üben seit jeher eine grosse Faszination auf Menschen aus. Durch ihre enorme Kraft und Grösse stellten sie besonders in der Vergangenheit oftmals eine Gefahr und Bedrohung dar. Heutzutage sind sie ein faszinierendes und beeindruckendes Beispiel für die Vielfalt der Natur. Auch für unser tägliches Leben spielen sie eine tragende Rolle, ihr Schmelzwasser sorgt zum einen für Energie über Wasserkraftwerke und zum anderen sind sie für die Wasserversorgung unzähliger Menschen mitverantwortlich. Dies ist auch ein Grund, weshalb Gletscher mehr und mehr in den Fokus der Politik, Wirtschaft und Finanzen treten.

Durch äussere Einflüsse wie dem Klimawandel sind die Gletscher seit einigen Jahrzehnten massiv bedroht, Jahr für Jahr schrumpft ihre Fläche und in nicht allzu ferner Zukunft werden nur noch kümmerliche Reste von ihnen geblieben sein. Zukünftige Generationen werden nur noch Bilder von ihrer einstigen Pracht bewundern können. Gerade deshalb sollte man die Chance nutzen, diesen Giganten näherzukommen und ihre Schönheit und ihre Faszination zu spüren. Man schaue sich nur ihre Oberfläche an, mit all ihren Strukturen wie Risse, Spalten und Linien. Man kann darin lesen, wie in einem Buch, die Formen und Gegebenheiten der Gletscheroberfläche verraten, wie es unter der Eisoberfläche aussieht.

In den Schweizer Alpen gibt es 1463 Gletscher mit einer Gesamtfläche von 944 km² (Stand 2010). Wer auf der Suche ist nach Wanderung entlang von Gletschern oder in die Nähe dieser Giganten der sollte sich unseren Blogbeitrag anschauen, hier präsentieren wir unsere schönsten Wanderungen zum Thema Gletscher in der Schweiz. Touren auf Gletscher sind nicht ungefährlich und sollten nur mit der nötigen Erfahrung oder mit Begleitung eines Bergführers gemacht werden. Die hier vorgestellten Wanderung verlaufen zumeist in sicherem Abstand zum Gletscher und können so gefahrlos gemeistert werden, trotzdem ist eine gute Planung und passende Ausrüstung unerlässlich. 2021 und 2022 hatten wir die Möglichkeit sowie die Chance Island zu bereisen und könnten auch dort einige Gletscher bestaunen und bei Wanderungen entdecken.

Im Sommer und Herbst lassen sich alle faszinierenden Details der verschiedenen Gletscher bestaunen. Doch ein ganz besonderes Highlight lässt sich meistens nur im Winter bewundern, und zwar Gletscherhöhlen. Wenn du mehr sehen möchtest: Einblicke in eine Welt aus Eis

Hinweis zu unseren Zahlen und Angaben:

Die Zahlen und Angaben zu den einzelnen Gletschern stammen aus verschiedenen Quellen, dazu gehören: Glamos, SwissEduc und SwissTopo. Unter Zahlen & Fakten sprechen wir von Erreichbarkeit und Aussicht, diese Informationen sind explizit für Anfänger gedacht, die keine grosse Berg- oder Hochtouren Erfahrung besitzen.

Der Grosse Aletschgletscher ist der erste Gletscher, den wir euch als Ziel einer Wanderung vorstellen möchten. Er vereint einige Superlative in sich, mit einer Länge von rund 21,7 km und einer Fläche von ungefähr 77,8 km² (Glamos 2024) ist er der längste und grösste Gletscher der Alpen. Sein Ursprung hat der Talgletscher am Konkordiaplatz in der Jungfrauregion hier vereinen sich verschiedene Firnströme zu einem einzigen riesigen Gletscherstrom. Seine Berühmtheit verdankt der Aletschgletscher zum einen seiner Grösse und zum anderen seinen zwei charakteristischen Mittelmoränen, die den Aletschgletscher prägen.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Wallis
  • Länge: 21,7 km
  • Fläche: 77,8 km²
  • Erreichbarkeit: einfach – Bergbahn Eggishorn oder Bettmerhorn
  • Aussicht: aus der Entfernung von verschiedenen Aussichtspunkten aus

Wandermöglichkeit: Die Auswahl an Wanderungen am Aletschgletscher ist gross und vielfältig, sowohl was die Routenwahl als auch den Ausgangspunkt betrifft. Eine Möglichkeit ist es, von dem Talort Mörel aus zur Riederalp zu fahren. Hier bieten sich der Aletschwald und der Härdernagrat als lohnende Wanderziele an. Allerdings ist der Nachteil dieser Route, dass man vom Gletscher selbst nicht so viel sieht wie weiter östlich.

Eine zweite Möglichkeit besteht darin, von der Talstation Betten aus mit der Gondelbahn zur Bettmeralp und weiter auf das Bettmerhorn zu wandern, von wo aus man einen hervorragenden Blick auf den Gletscher hat. Alternativ kann man von der Bettmeralp aus die Panoramarundwanderung Fiescheralp-Bettmeralp-Vordersee beginnen, die ebenfalls beeindruckende Ausblicke bietet.

Die dritte und letzte Möglichkeit, den Aletschgletscher zu erreichen, beginnt in Fiesch. Mit der neuen Seilbahn geht es hinauf zur Fiescheralp. Von hier aus startet eine fantastische Wanderung, die Sie entlang des beeindruckenden Gletschers führt. Diese Route bietet atemberaubende Ausblicke und unvergessliche Erlebnisse in der majestätischen Bergwelt. Alle Details zu dieser Tour findet ihr in unserem Blogbeitrag: Wanderung am Aletschgletscher

Falls du lieber auf das Wandern verzichten möchtest, stehen dir zwei Bergbahnen zur Verfügung, die dich zu den schönsten Aussichtspunkten auf den Aletschgletscher bringen. Die erste Bahn führt von der Bettmeralp hinauf zum Bettmergrat auf 2647 Metern Höhe. Von diesem Aussichtspunkt aus können Sie einen wunderschönen Blick auf den Gletscher werfen.

Die zweite empfehlenswerte Bahnfahrt führt von der Fiescheralp auf das Eggishorn. Nur wenige Meter von der Bergstation entfernt erwartet Sie ein Berg- und Gletscherpanorama, das Sie sprachlos machen wird. Auf der neu errichteten Aussichtsplattform reicht der Blick von den Gipfeln von Eiger, Mönch und Jungfrau hinab zum Konkordiaplatz und folgt dem Verlauf des Gletschers bis zur Riederalp, wo die rund 21 km lange Gletscherzunge endet.

Gletschertrekking auf dem Aletschgletscher

Neben den verschiedenen Wanderungen entlang des Gletschers kann man aber auch auf dem Gletscher unterwegs sein. Hierzu bieten verschiedene Anbieter Touren an von der Tagestour bis zu mehrtägigen Touren zum Beispiel zur Konkordiahütte hoch über dem Aletschgletscher. Unzählige Informationen, Eindrücke und Bilder findet ihr in unserem Beitrag: Gletschertrekking auf dem Aletschgletscher

Basòdinogletscher im Kanton Tessin

Der Basòdinogletscher ist der grösste Gletscher des Tessins und liegt unterhalb des Basòdino auf rund 3200 Meter und zieht sich hinab bis auf 2600 Metern Höhe. Der Gletscher entwässert in den Lago del Zött Stausee, der gut von der Bergstation Robiei erreichbar ist. Auch der Basòdinogletscher hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgezogen und ist mittlerweile in zwei Stücke zerbrochen. Die durchschnittliche Eisdicke im oberen Teil beträgt ungefähr 40 Meter.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Tessin
  • Länge: 2 km
  • Fläche: 1,64 km²
  • Erreichbarkeit: schwierig – nur zu Fuss
  • Aussicht: aus der Entfernung

Wandermöglichkeiten: An der Bergstation Robiei startet der Gletscherlehrpfad Basòdino der Rundweg ist 8,5 km lang und entspricht Schwierigkeitsgrad T2 auf der gesamten Strecke muss ein Höhenunterschied von 630 Metern überwunden werden. Bereits an der Seilbahnstation Robiei hat man einen tollen Blick auf den Gletscher und das Tal das er vor langer Zeit ausfüllte. Besonders schön wirkt der Kontrast zwischen dem Zöttstausee und dem oberhalb liegenden Gletscher.

Cambrenagletscher im Kanton Graubünden

Der Cambrenagletscher (Vadret dal Cambrena) ist ein Gletscher im Kanton Graubünden oberhalb des Berninapass. Sein Ursprung liegt in einem Kessel auf rund 3400–3600 Metern Höhe zwischen dem Piz Cara (3421 Meter), Piz Cambrena (3601 Meter) und dem Piz d’Arlas (3467 Meter).

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Graubünden
  • Länge: 1,4 km
  • Fläche: 1,2 km²
  • Erreichbarkeit: schwer – keine Wanderwege in der Nähe
  • Aussicht: aus der Entfernung vom Berninapass

Wandermöglichkeiten: Es gibt in der direkten Umgebung des Cambrenagletschers keine offiziellen Wanderwege. Die einzige Möglichkeit ohne grosse Erfahrung den Gletscher sehen zu können, ist vom Berninapass aus. Am Lago di Bianco gibt es verschiedene Wanderrouten, die einen herrlichen Blick auf den Cambrenagletscher gewähren.

Claridengletscher im Kanton Glarus

Der Claridengletscher, gelegen im Kanton Glarus, hat seinen Ursprung unterhalb des Claridengipfels. Er fliesst, flankiert vom Bocktschingel und Vorderer Spitzalpelistock, in östlicher Richtung. Am Claridenpass besteht eine Verbindung zum Hüfifirn, der in westlicher Richtung ins Maderanertal fliesst. Bis vor etwa 150 Jahren gehörten die Gletscher- und Firnreste unterhalb der Claridennordwand ebenfalls zum Claridengletscher, sie trennten sich jedoch infolge des Gletscherrückzugs vom Haupt-Eisfeld.

In Richtung Ober Sand gibt es eine Abbruchkante ins Tal, die sich jedoch mit der Zeit immer weiter zurückzieht. Am östlichen Ende des Gletscherfelds finden sich mehrere kleine Seen, die vom Schmelzwasser des Gletschers gespeist werden. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Claridenhütte des Schweizer Alpen-Clubs (SAC), die als Ausgangspunkt für Gletschertouren dient.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Glarus
  • Länge: 3,8 km
  • Fläche: 4 km²
  • Erreichbarkeit: schwierig
  • Aussicht: aus der Entfernung vom Gemsfairenstock

Wandermöglichkeiten: Den Claridengletscher kann man sehr gut vom Gemsfairenjoch aus überblicken, dieses erreicht man am besten vom Fisetenpass aus. Die alpine Wanderung ist Schwierigkeitsgrad T4 und bietet neben dem Blick auf den Claridengletscher auch die Möglichkeit den Griesslisee am Klausenpass aus einer neuen Perspektive erblicken zu können. Eine weitere Variante, zum Gletscher zu gelangen, ist von der Claridenhütte aus. Alles Weitere zur Wanderung findet ihr in unserem Beitrag: Wanderung zum Gemsfairenstock

Eigergletscher im Kanton Bern

Der Eigergletscher hat seinen Ursprung am Südhang des berühmten Eigers und fliesst von hier bis auf eine Höhe von rund 2500 Meter hinab. Er ist rund 2 km lang und hat eine Fläche von circa 1,50 km² (2021) der jährliche Längenverlust beträgt im Schnitt 10 bis 20 Meter.

Unterhalb des 4110 Meter hohen Mönchs liegt der deutlich kleinere Westliche Eigergletscher. Dieser hat sich jedoch soweit zurückgezogen, dass er den Eigergletscher mittlerweile nur noch durch Eis- und Lawinenabgänge nährt.

Ein bemerkenswertes Merkmal des Eigergletschers ist der Bahnhof Eigergletscher der Jungfraubahn. Diese Station dient als Haltepunkt auf der Fahrt von der Station Kleine Scheidegg zum Jungfraujoch. Sie ermöglicht den Reisenden, den beeindruckenden Gletscher aus nächster Nähe zu bewundern.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Bern
  • Länge: 2 km
  • Fläche: 1,5 km²
  • Erreichbarkeit: einfach – Station Eigergletscher
  • Aussicht: aus der Entfernung

Wandermöglichkeiten: Den Eigergletscher kann man bereits vom Bahnhof Kleine Scheidegg hervorragend sehen. Besonders genau beobachten kann man den Gletscher bei einer Wanderung vom Männlichen zur Kleinen Scheidegg oder bei einem Spaziergang zwischen den beiden Bahnhöfen Kleine Scheidegg und Wengernalp. 

Feegletscher im Kanton Wallis

Der Feegletscher, gelegen in der malerischen Landschaft von Saas-Fee im Kanton Wallis, hat seinen Ursprung in der Mischgabelgruppe zwischen dem Mittelallalin und der Lenzspitze. Er ist über mehrere Seilbahnen von Saas-Fee aus zugänglich und wird hauptsächlich zum Skifahren genutzt, doch auch Wanderer können den Gletscher sowohl im Winter als auch im Sommer erkunden. Am eindrücklichsten lässt sich der Feegletscher von der Station Längfluh aus betrachten. Die Station liegt am Rande des riesigen Gletschers, direkt oberhalb einer gigantischen Spaltenzone, von hier aus lässt sich der Feegletscher am besten entdecken, ob nun bei einer Wanderung oder auf einer Schneeschuhtour. Bedingt durch den Klimawandel schrumpft der Feegletscher Jahr für Jahr. Die einstige Grosse kann erahnt werden, wenn man die riesigen Moränen anschaut, die sich kurz vor Saas-Fee erheben.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Wallis
  • Länge: 4,4 km
  • Fläche: 13 km²
  • Erreichbarkeit: Leicht – Seilbahn Station Längfluh
  • Aussicht: sehr nah von der Station Längfluh

Wandermöglichkeiten: Wanderungen am Feegletscher gibt es im Winter wie auch im Sommer. In der Wintersaison lassen sich Schneeschuhtouren buchen, wo man in Begleitung eines Bergführers über den Feegletscher von der Station Längfluh hinab zur Station Spielboden wandert. Diese Tour ist extrem reizvoll, da man sich durch die Spaltenzone läuft und so hautnah den Gletscher erlebt.

Im Sommer empfiehlt sich eine Wanderung von der Station Längfluh über den Gletscherlehrpfad bis nach Saas-Fee. Neben einer beeindruckenden Aussicht auf den Gletscher erfährt man nebenbei noch viel Wissenswertes über die Glaziologie.

Ein ganz besonderes Highlight ist die Sonnenaufgangsfahrt Mittelallalin, die jeweils in der Sommersaison durchgeführt wird. Wenn der erste Strahl der Morgensonne die Gipfel und Gletscher der umliegenden Berge trifft und das Tal in ein goldenes Licht taucht, bietet sich ein unvergesslicher Ausblick, den man nicht vergessen wird. Es ist ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Fieschergletscher im Kanton Wallis

Der Fieschergletscher ist der drittlängste Gletscher in der Schweiz und liegt im Kanton Wallis. Der Gletscher entspringt auf der Nordseite des Fiescherhorns und des Finsteraarhorns, zwei der höchsten Gipfel der Berner Alpen, und fliesst dann in nordöstlicher Richtung hinunter ins Tal. Leider ist der Fieschergletscher, wie viele Gletscher weltweit, von der globalen Erwärmung betroffen und hat in den vergangenen Jahrzehnten an Masse und Länge verloren.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Wallis
  • Länge: 14 km
  • Fläche: 29 km²
  • Erreichbarkeit: schwierig – kein direkter Zugang
  • Aussicht: aus der Entfernung, Wanderweg unterhalb Risihorn

Wandermöglichkeiten: Den Fieschergletscher zu erreichen, gestaltet sich schwierig. Einen direkten Zugang zur Zunge gibt es nicht, einzig ein Wanderweg von Flesch in Richtung Rinnerhitta und Gletscherblick bietet eine Möglichkeit den Gletscher aus der Nähe zu betrachten. 

Eine einfachere Möglichkeit ist der Wanderweg von der Fiescheralp in Richtung Tällitunnel. Im Bereich Obers Tälli in einer lang gezogenen Kurve kann man aus der Entfernung einen Teil der Gletscherzunge des Fieschergletscher erblicken.

Findelgletscher im Kanton Wallis

Hoch über Zermatt am Weissgrat zwischen Torre de Castelfranco (3629 Meter) und dem Strahlhorn (4141 Meter) hat der Findelgletscher seinen Ursprung. Von hier fliesst das Eis nach  Westen in Richtung Fluealp und Zermatt. Das Zungenende liegt (2023) auf rund 2600 Metern Höhe und speist den Findelbach.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Wallis
  • Länge: 7 km
  • Fläche: 13 km²
  • Erreichbarkeit: schwierig – zu Fuss
  • Aussicht: aus der Entfernung von der Fluhalp

Wandermöglichkeiten: Wanderweg gibt es keine in der direkten Umgebung des Gletschers. Allerdings kann man ihm von Berghaus Fluhalp das Gletschervorfeld und die mächtigen Seitenmoränen erkunden. Von der Fluhalp aus kann man entweder nach Osten oder Westen auf dem Kamm der Moräne laufen. Der westliche Weg gehört zum Teil zum berühmten 5-Seen-Wanderweg Zermatt, der hier entlang führt.

Frisal Gletscher im Kanton Graubünden

Der Frisal Gletscher der dem berühmten Val Frisal seinen Namen gibt, liegt zwischen dem Bifertenstock und dem Piz Frisal in einer Höhe von circa 3150 Metern. Der Gletscher ist im Laufe der Zeit in mehrere Stücke zerfallen, die Reste liegen am Nord- und Südhang. Im Val Frisal kann man an den Spuren in den Talflanken die einstige Mächtigkeit des Gletschers erahnen. Wer durch das 3 km lange Tal wandert, wird immer wieder auf riesige Findlinge stossen. Und der Gletscherschliff verrät, wo das Eis früher lang floss.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Graubünden
  • Länge: 1 km
  • Fläche: keine Daten
  • Erreichbarkeit: mittel – lange Wanderung ins Val Frisal
  • Aussicht: aus der Entfernung im Val Frisal

Wandermöglichkeiten: Das Tal und den Gletscher kann man bei einer Wanderung von Breil/Brigels aus entdecken. Den besten Blick geniesst man dabei vom Aussichtspunkt Cap Cavigliauna aus, den man über einen Weg von der Alp Nova Sura aus erreicht. Viele weitere Details und Eindrücke gibt es unter: Wanderung im Val Frisal

Glacier de Moiry im Kanton Wallis

Der Glacier de Moiry liegt im Kanton Wallis oberhalb des gleichnamigen Stausees Lac de Moiry. Der Gletscher hat seinen Ursprung am Grand Cornier auf rund 3800 Metern. Das Tal, das durch den Gletscher geformt wurde, zeigt noch viele typische Spuren wie die markanten Seitenmoränen, auf denen man zum Teil auch entlang wandert.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Wallis
  • Länge: 4,4 km
  • Fläche: 4,7 km²
  • Erreichbarkeit: schwierig – steiler Abstieg zum Gletscher
  • Aussicht: von der Cabane de Moiry CAS

Wandermöglichkeiten: Den Glacier de Moiry kann man am besten von der Cabane de Moiry Hütte aus bewundern, allerdings muss man dazu eine anstrengende Wanderung hinter sich bringen. Besonders das letzte Stück hinauf zur Hütte hat es in sich, doch als Belohnung wartet ein unvergleichlicher Ausblick auf den Glacier de Moiry.

Langgletscher im Kanton Wallis

Der Langgletscher im malerischen Lötschental hat seinen Ursprung zwischen Sattelhorn (3744 Meter) und Anuchnubel (3589 Meter). Hier an der Lötschenpasslücke ist der Langgletscher mit dem Grossen Aletschfirn verbunden. Aus nördlicher Richtung fliesst der Anungletscher vom Mittaghorn (3896 Meter) kommend in den Langgletscher. Im unteren Bereich der Gletscherzunge befindet sich auf einer Anhöhe die Anenhütte und der Anusee. Besonders zur Herbstzeit, wenn sich das Lötschental bunt verfärbt, ist eine Wanderung zum Langgletscher ein wahres Vergnügen.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Wallis
  • Länge: 5,9 km
  • Fläche: 7,9 km²
  • Erreichbarkeit: mittel – Wanderung von der Fafleralp aus
  • Aussicht: aus der Nähe von der Anenhütte aus

Wandermöglichkeiten: Östlich der Fafleralp liegt der grosse Wanderparkplatz, von hier aus erreicht man den Langgletscher in rund 2 Stunden. Ebenfalls von der Fafleralp aus startet der 5–6-stündige Gletscherlehrpfad zur Anenhütte und zurück. Entlang des Lehrpfads wird an 23 Stationen aufgezeigt, was im Laufe der Zeit in geologischen und glaziologischer Hinsicht landschaftlich passiert.

 

Glacier de Tsanfleuron im Kanton Wallis/Waadt

Der Sex Rouge Gletscher liegt auf der Nordseite des Diableretsmassiv zwischen dem Oldenhorn (3123 Meter) und dem Sex Rouge Gipfel (2944 Meter). Auf der Südseite liegt der wesentlich grössere Plateaugletscher Tsanfleuron (Glacier de Zanfleuron). Erschlossen ist die Region durch die Seilbahn Glacier 3000, die zur Bergstation auf 2944 Meter fährt, hier befindet sich der Peak Walk by Tissot, einer Hängebrücke zwischen zwei Berggipfeln.

Wandermöglichkeiten: Den Sex Rouge Gletscher sowie den Tsanfleurongletscher kann man bei einer Gletscherwanderung erkunden. Der Glacier Walk führt von der Sesselliftstation Ice Express über die beiden Gletscher zur Refuge l’Espace Hütte. Auf der gesamten Wanderung ist keine Ausrüstung nötig, da es keine Gletscherspalten gibt. Der Hin und Rückweg ist rund 5 km lang. Alles rund um einen Besuch auf dem Glacier 3000 gibt es im Beitrag: Peak und Glacier Walk auf dem Glacier 3000 bei Gstaad

 

Gornergletscher im Kanton Wallis

Vom Rhonetal und dem Aletschgletscher ist es nicht weit bis nach Zermatt. In dieser wohl bekanntesten Schweizer Bergkulisse liegen viele verschiedene Gletscher auf engstem Raum zusammen. Am nächsten kommt man ohne grössere Bergerfahrung dem Gornergletscher unterhalb des berühmten Gornergrat. Seinen Ursprung hat der Gornergletscher am Weissgrat auf rund 3700 Metern Höhe im Monte-Rosa-Massiv. Er fliesst in westliche Richtung und auf Höhe des Stockhornes stösst eine Seitezunge des Monte Rosagletschers dazu. Nach ungefähr 7 Kilometern vereinigen sich der Gornergletscher mit dem Grenzgletscher. Es gibt noch weitere Seitengletscher wie der Zwillingsgletscher, der Breithorngletscher oder der Theodulgletscher, die aber mittlerweile nicht alle mehr die Gletscherzunge erreichen. Im Jahr 1859 hatte der Gletscher seinen letzten Höchststand, das Zungenende des Gletschers reichte mehr als 2,5 km weiter ins Tal hinab als heute.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Wallis
  • Länge: 12,8 km
  • Fläche: 40 km²
  • Erreichbarkeit: einfach – mit der Gornergratbahn
  • Aussicht: aus der Fern vom Gornergrat aus

Wandermöglichkeit: Berühmtestes Wanderziel am Gornergletscher ist sicherlich die Monte Rosa Hütte SAC allerdings benötigt man dazu über die nötige Gletschererfahrung oder man schliesst sich einer Tour an. Wesentlich einfacher kommt man dem Gletscher vom Gornergrat aus näher. Vom Aussichtspunkt lässt sich der Gletscher perfekt überschauen. Eine weitere Alternative ist von der Station Rotenboden dem Wanderweg oberhalb der Gletscherzunge entlangzulaufen, bis es hinab zum Gletscher geht. Bilder und Eindrücke zum Gornergletscher findet ihr in den Beiträgen: Sonnenaufgang am Gornergrat und Ausflug auf den Gornergrat bei Zermatt

Jungfraufirn im Kanton Wallis

Der Jungfraufirn ist ein Teil des Grossen Aletschgletschers, sein Ursprung befindet sich zwischen den Berggipfeln Mönch und Jungfrau. Von Joch bis zum Konkordiaplatz legt der Gletscher rund 6,5 bis 7 km zurück. Im oberen Teil hat der Firn zum Teil eine Breite von bis zu 4 km, im unteren Teil noch 1 km. Am Konkordiaplatz vereinen sich der Jungfraufirn, der Grüneggfirn, der Grosse Aletschfirn und das Ewigschneefeld zum Grossen Aletschgletscher dem längsten und grössten Gletscher der Alpen.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Wallis
  • Länge: 6,5 km
  • Fläche: unbekannt
  • Erreichbarkeit: einfach – Bahnfahrt auf das Jungfraujoch
  • Aussicht: aus der Nähe vom Jungfraujoch aus

Wandermöglichkeiten: Vom Jungfraujoch aus kann man eine unproblematische Wanderung auf dem Firn unternehmen. Durch einen Tunnel unterhalb der Sphinx gelangt man auf den Firn, der präparierte Weg verläuft mit leichter Steigung zur Mönchsjochhütte. Bei vielen Anbietern lassen sich Gletschertouren buchen, die von Jungfraujoch über den Jungfraufirn weiter über den Konkordiaplatz zur Konkordiahütte führt. Viel Wissenswertes im Beitrag: Ausflug zum Jungfraujoch

Morteratschgletscher im Kanton Graubünden

Seinen Ursprung hat der Morteratschgletscher im Berninamassiv an den zwischen den Gipfel des Piz Bernina im Westen und des Piz Spinas im Osten. Er ist der grösste Gletscher der Ostalpen und hat aktuell eine Länge von rund 6 Kilometern. Seinen letzten Höchststand hatte der Morteratschgletscher 1857, als die Gletscherzunge ungefähr 100 Meter vor der heutigen Bahnstation Morteratsch endete. Seither hat sich das Gletscherende mehr als 2,5 km zurückgezogen. Bis zum Sommer 2015 vereinigten sich der aus östlicher Richtung fliessende Persgletscher mit dem Morteratschgletscher, doch durch den Gletscherschwund zog sich die Zunge zurück. Seither endet der Persgletscher oberhalb des Morteratschgletschers.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Graubünden
  • Länge: 6,5 km
  • Fläche: 13 km²
  • Erreichbarkeit: leicht – Gletscherlehrpfad Morteratsch
  • Aussicht: aus der Ferne von der Bovalhütte

Wandermöglichkeiten: Um den Morteratschgletscher hautnah erleben und sehen zu können, gibt es zwei Routen, die wir empfehlen, können beide haben ihren Ausgangspunkt am Bahnhof beziehungsweise Hotel Morteratsch. Die erste Wanderung wäre der Gletscherlehrpfad er verläuft mit moderater Steigung immer durch das ehemalige Gletscherbett bis zur Zunge. Metallstelen am Wegesrand markieren, wo der Gletscher in den vergangenen Jahrzehnten jeweils endete. Am Ende warte eine gemütliche Sitzbank darauf, genutzt zu werden, der Blick schweift dabei über das Ende der Gletscherzunge bis hinauf zu Piz Bernina.

Die zweite Wanderung am Morteratschgletscher verläuft oberhalb des Tals immer dem seitlichen Moränenwall entlang bis zur Bovalhütte. Im Aufstieg müssen rund 700 Höhenmeter überwunden werden, bis auf eine Stelle, die mit Ketten gesichert ist, stellt die Wanderung keine grösseren Schwierigkeiten dar. Nach rund 3 Stunden hat man die Bovalhütte erreicht, man wird von einem unvergleichlichen Blick auf den Gletscher begrüsst. Alle wichtigen Informationen und Bilder gibt es in unseren Beiträgen: Wanderung zur Bovalhütte am Morteratschgletscher oder Winterwanderung auf dem Gletscherlehrpfad Morteratsch

Oberaargletscher im Kanton Bern

Der Oberaargletscher in den Berner Alpen ist ein Talgletscher und hat seinen Ursprung am Oberaarjoch zwischen dem Oberaarhorn und Oberaarrothorn. Er ist knapp 5 km lang und fliesst in östlicher Richtung zum Oberaarstausee. Die Gletscherzunge endet auf rund 2400 Metern Höhe, hier entspringt der Oberaarbach der den Stausee speist.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Bern
  • Länge: 4,1 km
  • Fläche: 3,8 km²
  • Erreichbarkeit: einfach – vom Oberaarstausee aus
  • Aussicht: vom Nahem und aus der Entfernung

Wandermöglichkeiten: Am einfachsten erreicht man den Oberaargletscher vom Berghaus Oberaar aus. Entweder man fährt mit dem Auto bis zur Staumauer oder man wandert vom Grimselpass der Panoramastrasse entlang bis zum Stausee. Hier geht die eigentliche Tour los, über die Staumauer, von der man bereits den Oberaargletscher bestaunen kann, geht es auf die nördliche Seite des Sees. Der Weg verläuft oberhalb des Seeufers bis zu seinem Ende. Man kann noch einige Zeit durch das Gletschervorfeld wandern, bis man die Gletscherzunge erreicht hat, ab hier ist ohne die nötige Ausrüstung und Erfahrung Schluss. Im Gelände lässt sich sehr gut die einstige Mächtigkeit des Gletschers erkennen, überall hat er Spuren hinterlassen. Von der Staumauer bis zur Gletscherzunge benötigt man rund eine Stunde und es sind circa 100 Höhenmeter zu überwinden. Wer Lust hat ebenfalls eine Wanderung am Stausee zu unternehmen, sollte sich unseren Beitrag: Wanderung zum Oberaargletscher anschauen.

Namenlose Gletscher im Kanton Uri

In der Nähe des Klausenpasses versteckt hinter Wällen aus Schutt und Geröll liegt der Griesslisee. Ein namenloser Gletscher, der vermutlich, mal zum Hüfifirn bzw. Claridengletscher gehört hat. Mittlerweile hat sich der Gletscher getrennt und nährt sich durch Lawinen, die von der Nordwand abgehen. Seine Lage im nach Norden ausgerichteten Tal schützt ihn ebenfalls vor der Sonne. Der Grossteil des Gletschers ist durch massiven Schutt auf seiner Oberfläche vor Blicken geschützt, nur an der Gletscherfront kann man die Grösse erahnen. Wie Baumringe durchziehen, dunkle Streifen das Eis in der Mitte der Front ist es rund 10 Meter hoch. Es findet ein stetiger Wandel statt und jedes Mal, wenn man den See besucht, hat sich der Gletscher verändert, es brechen immer wieder kleine oder grosse Stücke aus der Front heraus. Es ist nicht selten, dass auf dem See Eisschollen schwimmen. Der Griesslisee gehört trotz seiner Lage zu den Polarseen. An den Schutt und Moränenwällen kann man hervorragend die Grösse des Gletschers erahnen, die er beim letzten Vorstoss hatte.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Uri
  • Länge: 1 km
  • Fläche: unbekannt
  • Erreichbarkeit: einfach – Wanderung vom Klausenpass
  • Aussicht: direkt am Gletschersee und der Abbruchkante

Wandermöglichkeiten: Um zum Gletschersee zu gelangen, gibt es zwei Routen, die kürzeste Startet vom Klausenpass aus und verläuft mit wenigen Steigungen in rund 60 Minuten zum See. Als Alternative bietet, sich der Fisetenpass an, von Spiringen aus geht es mit der kleinen Seilbahn hinauf zum Pass und dann weiter zum Gletschersee, man benötigt rund 2 Stunden, um zum See zu gelangen. Viele Informationen und unzählige Bilder findet ihr in unserem Beitrag zum Gletschersee am Klausenpass

Persgletscher im Kanton Graubünden

Der Persgletscher hat seinen Ursprung im Berninamassiv, mehrere Firnfelder unterhalb des Piz Spinas, Piz Palü und Piz Cambrena bilden den Persgletscher der anfangs nach Norden fliesst um auf Höhe des Sass Queder nach Westen dreht. Von den Firnfeldern bis zur Gletscherzunge ist der Persgletscher über 5 km lang und bis zu 2 km breit. Westlich des Piz Spinas liegt der vergletscherte Pass Fuorcla Bellavista hier hat der Persgletscher Verbindung zum Plateaugletscher Altipiano de Fellaria. Unterhalb des Munt Pers mündete der Persgletscher ursprünglich in den Morteratschgletscher, doch seit 2015 zog sich die Gletscherzunge so weit zurück, dass die Verbindung abriss und die beiden Gletscher nun getrennt sind. In den vergangenen Jahren hat der Persgletscher im Sommer massiv an Mächtigkeit verloren, so betrug der Verlust 2022 rund 9 Meter an Dicke.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Graubünden
  • Länge: 5 km
  • Fläche: 5,5 km²
  • Erreichbarkeit: einfach – über die Bergstation Diavolezza
  • Aussicht: aus der Nähe vom Gletscherlehrpfad Diavolezza

Wandermöglichkeiten: Den Persgletscher hautnah zu erleben ist sehr einfach, vom Berghaus Diavolezza und seiner Panoramaterrasse hat man einen perfekten Blick auf den Gletscher. Wenn man von Berghaus aus zum Munt Pers wandert, hat man stets einen herrlichen Blick auf den Persgletscher und auch zum weiter westlich fliessenden Morteratschgletscher. Bei regionalen Bergschulen lassen sich verschiedene Gletschertouren buchen, die von der Diavolezza aus starten.

Pizolgletscher im Kanton St. Gallen

Der Pizolgletscher ist unter den hier vorgestellten Gletscher eine Besonderheit, denn der Pizolgletscher ist seit einigen Jahren kein Gletscher mehr, seit September 2019 ist, der kümmerliche Rest des einstigen Kargletschers zu klein, um noch ein Gletscher zu sein. Trotzdem möchten wir ihn hier mit vorstellen als Kontrast zu den übrigen Eisströmen, die noch teils riesig gross sind. Ein weiterer Grund ist seine Lage oberhalb des Wildsees, der mit zu den beliebtesten Bergseen der Schweiz gehört. Er ist Teil der berühmten 5-Seen-Wanderung am Pizol, die jede Saison Tausende Wanderer anlockt. Auch wir haben die Tour bereits mehrfach gemacht und können sie uneingeschränkt weiterempfehlen. Der Kargletscher mit seiner nördlich exponierten Lage ist bedingt durch seine Grösse ein sogenannter Glacierets, was so viel wie kleiner Gletscher, Eismasse oder ein toter Gletscher bedeutet. Besonders in den vergangenen Jahren hat er durch die Hitzesommer massiv an Masse verloren und ist sogar in mehrere Stücke auseinandergebrochen. Wer die 5-Seen-Wanderung unternimmt und am Wildseeluggen steht, sollte sich bewusst machen, dass noch vor rund 150 Jahren der Pizolgletscher das gesamte Tal ausfüllt, heute kann man von Glück sprechen, wenn man den kümmerlichen Eisklotz überhaupt noch sieht.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton St. Gallen
  • Länge: unbekannt
  • Fläche: unbekannt
  • Erreichbarkeit: mittel – Alpiner Wanderweg am Gletscher entlang
  • Aussicht: aus der Ferne von der Wildseeluggen

Wandermöglichkeiten: Den Pizolgletscher kann man über die lange Route (ca. 5 Stunden/1500 Höhenmeter) von Gigerwald aus erklimmen oder man startet an der Pizolhütte und steigt zur Wildseeluggen auf, von dort verläuft der Alpinewanderweg in rund 2 Stunden/600 Höhenmeter zum Gletscher oder dem was von ihm übrig ist.

Plaine-Morte-Gletscher im Kanton Bern

Oberhalb von Crans Montana im Bern liegt der grösste Plateaugletscher der Alpen, der Glacier de la Plaine Morte. Der Grossteil des Gletschers liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Lenk im Kanton Bern, eingebettet auf einer Hochfläche zwischen Wildstrudel, Tothore und Gletscherhore nur im äussersten Südosten befindet sich ein Teil des Gletschers im Kanton Wallis. Der einzige Auslass ist die Rezligletscherzunge im Norden des Plaine de la Morte hier entwässert der Gletscher in den Rezlisee.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Bern
  • Länge/Breite: 5 km und 2 km
  • Fläche: 7 km²
  • Erreichbarkeit: einfach
  • Aussicht: aus der Nähe von der Bergstation

Wandermöglichkeiten: Am einfachsten zu erreichen ist der Gletscher von Crans Montana aus mit den Bergbahnen Zaumiau und Violettes. Am Pointe de la Plaine Morte liegt die Bergstation, von der die Erkundung des Gletschers starten kann. Wer sich das Ziel lieber erwandert, dem stehen Routen aus dem Oberensimmental zur Auswahl. Auf dem Plateau liegen die meisten Wanderwege im westlichen Teil zwischen der Bergstation und der Wisshorelücke wo sich verschiedene Anlagen der Schweizer Armee befinden. Entlang der Route gibt es immer wieder herrliche Aussichtspunkte auf den Gletscher so der Pointe de Vatseret. Wer den Plaine Morte Gletscher beim Sonnenaufgang erleben will, sollte eine der Sonnenaufgangsfahrten unternehmen, die von Juli bis September angeboten werden, mehr dazu gibt es in unserem Blogbeitrag: Sonnenaufgang auf dem Plaine Morte

Rhonegletscher im Kanton Wallis

In den vergangenen Jahren haben wir den Rhonegletscher dutzende Mal besucht und sind viel in der Region zu Fuss unterwegs gewesen. Als Einstieg in die Welt der Gletscher bietet sich der Rhonegletscher durch seine einfache Erreichbarkeit gerade zu an. In den vergangenen Jahren hat sich der Rhonegletscher dramatisch verändert, die Gletscherzunge hat viel an Länge eingebüsst dadurch ist auch die Eisgrotte fast abgeschmolzen. Möchtest du einen Blick auf den Rhonegletscher und möchtest mehr wissen, dann schau dir folgenden Beitrag an: Ausflug zum Rhonegletscher am Furkapass

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Wallis
  • Länge: 8,4 km
  • Fläche: 14 km²
  • Erreichbarkeit: leicht – direkt am Furkapass
  • Aussicht: aus der Nähe vom Gletscherweg

Wandermöglichkeit: Vom Parkplatz am Hotel Belvédère startet der Gletscherlehrpfad hinab zum See und zur Gletscherzunge. Der Weg ist teils etwas rutschig, weshalb gut Schuhe ratsam sind. Weitere Wanderwege verlaufen oberhalb des Hotels und führen in Richtung des Artilleriewerks Gallenhütte und weiter zum Furkahorn. Eine längere, aber besonders zu empfehlende Tour beginnt am Grimselpass und führt über das Nägelisgrätli zum Rhonegletscher. Eindrücke zu dieser tollen Wanderung findet ihr im Beitrag: Wanderung vom Grimselpass zum Rhonegletscher

Steigletscher im Kanton Bern

Der Steigletscher, der in manchen Publikationen als Steingletscher bezeichnet wird, liegt südlich des Sustenpasses im Kanton Bern. Er zählt zu den bekannteren Gletschern der Schweiz, nicht zuletzt wegen seiner Nähe zur Passstrasse. Seinen Ursprung hat der Talgletscher auf dem Plateau zwischen Gwächtenhorn und Sustenhorn; von hier fliesst der Gletscher in nördliche Richtung zum Sustenpass. In der Mitte des 19. Jahrhunderts reichte eine Gletscherzunge noch fast bis zur Passstrasse. Während des Rückzugs in den 1940er-Jahren bildete sich der heutige Steinsee auf einer Höhe von 1932 Metern über dem Meer. Der Steigletscher hat eine weitere Gletscherzunge, die spektakulär über einen Kamm abbricht und als Steinlimigletscher bezeichnet wird. Zwischen diesen beiden Zungen liegt das Tierbergli mit der gleichnamigen Tierberglihütte des SAC. Heute hat der Steigletscher eine Länge von ungefähr 4 Kilometern und eine Fläche von 5,5 km².

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Bern
  • Länge: 4 km
  • Fläche: 5,5 km²
  • Erreichbarkeit: schwer – T4 Wanderung zur Tierberglihütte
  • Aussicht: aus der Ferne vom Sustenpass aus oder von der Tierberglihütte

Wandermöglichkeiten: Um den Steigletscher näher kommen zu können, sollte man eine Wanderung hinauf zur Tierberglihütte machen, dazu startet man am besten vom Parkplatz Umpol nicht weit vom Sustenpass entfernt. Der Weg ist relativ kurz aber steil, teils muss man auch die Hände zur Hilfe nehmen, der Schwierigkeitsgrad ist neu mit T4 angegeben. Bereits auf halbem Weg passiert man die Abbruchkante der westlichsten Gletscherzunge, was sehr spektakulär aussieht. Als Alternative steht auch ein Klettersteig zur Verfügung. Oben angekommen gibt es ein einmaliges Gletscherpanorama und in der Tierberglihütte bekommt man obendrauf auch noch sehr leckere Speisen serviert. Mehr Informationen und Bilder zur Tour gibt es im Blogbeitrag: Wanderung zur Tierberglihütte am Steigletscher

Triftgletscher im Kanton Bern

Im Gadmental zwischen dem Sustenpass und dem Furkapass hat der Triftgletscher seinen Ursprung, am Limistock hat der Gletscher teils Verbindung zum Rhonegletscher. Aus dem Firnbecken fliessen die Eismassen des Triftgletscher nach Norden hin ab und entwässern über den Flüsse Triftwasser und Gadmerwasser in die Aare. Der, die Gletscherzunge des Talgletschers, mündet in einen Talkessel, in dem der Triftsee liegt, bis zum Jahre 1998 war der Kessel völlig vom Gletscher ausgefüllt, doch der Gletscher begann sich mehr und mehr zurückzuziehen. Unterhalb des Telltistocks liegt die Trifthütte SAC sie war lange Zeit direkt über den Gletscher erreichbar. In den Hitzejahren 2003 und 2004 verlor die Gletscherzunge massiv an Länge und Masse. Die Schlucht, an der die Triftwasser abfliesst, war nun ein unüberwindliches Hindernis. Im Jahr 2004 wurde eine erste Hängebrücke installiert und 2009 durch eine Neukonstruktion ersetzt, mit 170 Metern war sie rund ein Jahr lang die längste Hängebrücke Europas. Der Triftgletscher ist ein weiteres Paradebeispiel für den Gletscherschwund, seit 1861 hat er ungefähr 4 km an Länge verloren.

Wandermöglichkeiten: Die Hängebrücke und die beiden SAC Windegghütte und Trifthütte sind beliebte Ausflugs- und Wanderziel. Um die Wanderzeit um etwa zwei Stunden zu verkürzen, bietet sich die Triftbahn an (vorherige Anmeldung notwendig). Von der Bergstation zur Brücke und zurück sind es circa 6 km, anfangs müssen einige Höhenmeter überwunden werden, danach geht es fast eben weiter. Eindrücke, Bilder und alle Tipps für eine Wanderung gibt es im Beitrag: Wanderung zur Triftbrücke

Triftgletscher im Saastal Kanton Wallis

Der ein oder andere wird jetzt denken Triftgletscher, der liegt doch im Berner Oberland wie oben bereits beschrieben. In der Schweiz gibt es mehrere Triftgletscher, einer davon liegt im Kanton Wallis, genau gesagt im Saastal seinen Ursprung hat er auf dem 4017 Meterhohen Weissmies hier fliesst der grösste Teil des Eises in westliche Richtung hinab vorbei an der Bergstation Hohsaas und weiter in Richtung Saastal. Im Winter verläuft ein Teil der Skipiste über den Gletscher und die Bergstation ist Ausgangspunkt für Gletschertouren. Den typischen Spaltenzonen des Triftgletscher kommt man dabei sehr einfach näher.

Wandermöglichkeiten: Wer den Triftgletscher hautnah erleben möchte, sollte eine Gletscherwanderung bei einem ortsansässigen Bergführer buchen, wir waren mit Beat Burgener von Weissmies.ch am Gletscher unterwegs und waren restlos begeistert. Wer mehr Details möchte, sollte sich unseren Beitrag anschauen: Schneeschuhtour auf dem Triftgletscher

Unteraargletscher im Kanton Bern

Der Unteraargletscher in den Berner Alpen ist der viertgrösste Gletscher in der Schweiz. Er besteht aus zwei Gletscherarmen, dem nördlichen Lauteraargletscher und dem südlichen Finsteraargletscher. Im unteren am Zusammenfluss der beiden Gletscherarme gibt es eine markante Mittelmoräne, die zum Ende hin fast den gesamten Gletscher bedeckt, sodass fast kein Eis mehr zu sehen ist. Betrachte man den Unteraargletscher aus grosser Höhe, ähnelt seine Form einem liegenden Y. Die Mächtigkeit beträgt rund 400 Meter, im oberen Bereich am Zungenende sind es noch rund 20 Meter.

Der Unteraargletscher war der erste Gletscher der von Glaziologen wissenschaftlich untersucht wurde. Anfang des 19. Jahrhunderts untersuchten Franz Josef Hugi und Jean Louis Agassiz den Unteraargletscher und dokumentierten die Veränderungen der Gletscherzunge, die Fliessgeschwindigkeit sowie die Temperatur und Dicke des Eises.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Bern
  • Länge: 12 km
  • Fläche: 22 km²
  • Erreichbarkeit: mittel – lange Wanderung zur Zunge
  • Aussicht: aus der Entfernung von der Panoramastrasse oder vom Zungenende aus

Wandermöglichkeiten: Den Unteraargletscher erreicht man auf ähnliche weisse wie den Oberaargletscher auf einer Wanderung entlang des Stausees. Der Unterschied dabei ist zum einen der Höhenunterschied von 550 Metern und zum anderen die Entfernung von rund 18 km.

Vadret da Radönt Gletscher am Flüelapass

Der Radönt Gletscher im Nordhang des Piz Radönt ist unter den hier vorgestellten Gletscher wohl der unbekannteste, trotzdem haben ihn viele Leute bereits zu Gesicht bekommen. Wer sich vom Flüelapass aufmacht, das Schwarzhorn zu besteigen, der wird den Vadret da Radönt gesehen haben, grosse Teile des Gletschers sind mit Schutt bedeckt direkt unterhalb des Piz Radönt und im Osten liegen grössere Teile der Oberfläche frei. Im Gletschervorfeld ist geprägt von viel Schutt, Wällen und mehreren kleinen Seen, die vom Gletscher gespeist werden. Zwar liegt der Gletscher in Nordlage und ist damit vor der Sonne grösstenteils geschützt, doch mit einer Höhe von rund 2800–2700 Metern sind seine Tage mehr oder weniger gezählt.

Wandermöglichkeiten: Um dem Gletscher näherzukommen, empfiehlt es sich auf dem Weg zum oder vom Schwarzhorn bzw. dem Grialetsch Tal aus dem Weg über den Fuorcla Radönt zu nehmen. Dabei kommt man dem Vorfeld am nächsten und sollte sich den Moment nehmen, einen genauen Blick auf den Gletscher zu werfen. Seine Erscheinung ist im Vergleich eher bescheiden. Den besten Überblicken hat man vom Schwarzhorn oder der Schwarzhornfurgga aus, hier lässt sich sehr gut erahnen, wie gross einst der Gletscher war. Für nähere Informationen schaut euch unseren Blogbeitrag an: Wanderung auf das Schwarzhorn am Flüelapass

Zinalgletscher im Kanton Wallis

Der Zinalgletscher liegt am Ende eines Seitentals des Val d’Anniviers im Kanton Wallis. Er zählt zu den Talgletschern und hat eine Fläche von rund 13,5 km² sowie eine Länge von etwa 6,5 km. Seinen Ursprung hat er aus einem Netz mehrerer Quellgletscher, nämlich von Osten nach Westen: der Mountetgletscher, der Obergabelhorngletscher, der Durandgletscher, der Grand-Cornier-Gletscher und der Bouquetinsgletscher. Der Grossteil des Zinalgletschers ist von Geröll und Schutt bedeckt. Die Gletscherzunge endet heute auf rund 2100 Metern Höhe und fliesst über die Navisence in die Rhone. An der Gletscherfront hat sich vor Jahren eine Eisgrotte gebildet, die besonders im Winter ein beliebtes Ziel für Wanderer, Schneeschuhwanderer und Skitourengeher ist.

Zahlen & Fakten:

  • Lage: Kanton Wallis
  • Länge: 6,5 km
  • Fläche: 13,2 km²
  • Erreichbarkeit: mittel – lange Wanderung von Zinal aus
  • Aussicht: aus der Nähe an der Gletscherfront

Wandermöglichkeiten: Der Zinalgletscher und seine berühmte Eishöhle lassen sich am sichersten im Winter erkunden von ungefähr Mitte Dezember bis Mitte März. Verschiedene Touranbieter aus der Region bieten Schneeschuhwanderung zur Eisgrotte an. Wanderungen ohne Bergführer sollten nur mit der nötigen Erfahrung gemacht werden oder es hat längere Zeit keinen Neuschnee mehr gegeben. Die Wanderung von Zinal zur Eisgrotte und zurück ist 15 km lang, dabei muss ein Höhenunterschied von rund 500 Metern überwunden werden. Alles Wissenswerte zur Eisgrotte im Gletscher findet ihr im Beitrag: Abenteuer Eishöhle im Zinalgletscher

Gletscher auf Island

Falljökull – Island

Bei unserer ersten Reise nach Island 2021 haben wir eine sechsstündige geführte Wanderung auf der Gletscherzunge des Falljökull gemacht. In Begleitung eines hervorragenden Bergführers waren wir rund 5 Stunden auf dem Gletscher unterwegs. Der Falljökull auch «Fallender Gletscher» genannt, ist Teil des Vatnajökull des grössten Gletschers Europas ausserhalb des Polargebietes. Die Trekkingtour ist selbst für Anfänger gut geeignet, da keine Anforderungen gestellt werden und die Ausrüstung wird gestellt. Im langsamen Tempo geht es den Schritt für Schritt dem Gletscher empor. Der Guide kann viel über den Gletscher berichten und nebenbei gibt es noch einige Tipps und Hinweise zu Island.

Wandermöglichkeiten: Der Falljökull Gletscher ist ein hervorragendes Ziel für geführte Gletscherwanderungen. Das Terrain ist spektakulär, geprägt von beeindruckenden Gletscherspalten und riesigen Eisformationen, den sogenannten Séracs. Die Lage des Gletschers ist ideal, nur eine kurze Fahrt von der Ringstrasse entfernt, und für die Wanderungen ist keine vorherige Erfahrung erforderlich.

Für eigenständige Wanderungen hingegen ist die Gegend eher wenig geeignet, da es keine offiziellen Wanderwege gibt. Die Zufahrt ist insbesondere im letzten Abschnitt nur mit guten Geländefahrzeugen möglich.

Es gibt mehrere Anbieter für Gletscherwanderungen auf dem Falljökull. Es gibt Wanderungen zwischen 2 und 6 Stunden Länge. Unabhängig von der gewählten Tour, eine Wanderung auf dem Falljökull ist ein unvergessliches Erlebnis, das man unbedingt in Angriff nehmen sollte. Mehr dazu im Beitrag: Gletscherwanderung auf dem Falljökull

Skaftafellsjökull – Island

Der Skaftafellsjökull ist ein Auslassgletscher des Vatnajökull, dem grössten Gletscher Europas ausserhalb der Polarregionen, der eine beeindruckende Fläche von rund 7698 km² (Stand 2021) bedeckt. Der Skaftafellsjökull liegt im Süden des Vatnajökull-Nationalparks, etwa 2 km vom Besucherzentrum entfernt. In dieser Region befindet sich auch einer der schönsten Wasserfälle Islands, der Svartifoss. Einige Kilometer weiter entlang der Ringstrasse stösst man auf einen weiteren Gletscher, den Svínafellsjökull, der in Filmen wie ‚Interstellar‘ oder ‚Batman‘ als beeindruckende Filmkulisse diente.

Wandermöglichkeiten: Für Wanderfreunde ist die Region um den Skaftafellsjökull ein wahres Paradies, es gibt rund ein halbes Dutzend Wanderrouten, die die Gegend erschliessen. Hier einige Beispiele:

  1. Die einfachste Tour ist der Glacier Trail, dieser führt vom Besucherzentrum direkt zum Gletscher, dem Gletschersee und zurück. Der Weg ist einfach und man benötigt für den Hin- und Rückweg (4 km) rund 1 1⁄2 Stunden.
  2. Die Wanderung zum Aussichtspunkt Sjónarnípa ist als Rundwanderung ausgelegt und verläuft über eine Distanz von 7 km. Der Aussichtspunkt bietet eine spektakuläre Aussicht auf den riesigen Skaftafellsjökull. Auf dem Weg liegt der Svartifoss der durch seine spezielle Umgebung mit zu den schönsten Wasserfällen auf Island zählt. Für die gesamte Wanderung mit Pausen sollte man gut 3 Stunden kalkulieren.
  3. Der Bæjarstaðarskógur Trail führt auf einer 15 km langen Wanderung ins benachbarte Tal zwischen Skeiðarárjökull und Skaftafell. Diese Tour ist etwas für Leute, die Ruhe und Abgeschiedenheit suchen, nur die allerwenigsten Touristen nehmen diese Wanderung in Angriff.

Skeiðarárjökull – Island

Der Skeiðarárjökull ist einer von vielen Auslassgletschern des Vatnajökull Gletschers auf Island. Mit einer Länge von rund 34 km und einer beeindruckenden Breite von 18 km ist der Skeiðarárjökull die breiteste Gletscherzunge auf der gesamten Insel. Die Gletscherzunge liegt zwischen dem markanten Lómagnúpsnef und dem Skaftafell nur rund 5 km von der Ringstrasse entfernt. Trotz dieser Nähe bemerkt man den riesigen Gletscher nur beiläufig, was einer seiner flach auslaufenden Zunge liegt, die sich kaum von der Umgebung abhebt.

Wandermöglichkeiten: Um den Skeiðarárjökull mit eigenen Augen zu erblicken, gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Am einfachsten zu Gesicht bekommt man den Skeiðarárjökull bei einer Wanderung zum Svartifoss im Skaftafell Park. Entlang des Weges bieten sich immer wieder Gelegenheiten, den Gletscher zu bestaunen.
  2. Wesentlich anstrengender und zeitaufwendiger ist die Wanderung auf dem Bæjarstaðarskógur Trail, der am Skaftafell Besucherzentrum startet. Die Wanderung ist rund 16 km lang und führt in die Umgebung des Skeiðarárjökull.
  3. Von der Ringstrasse aus führt eine Schotterpiste (nur mit 4×4 Fahrzeug) zur alten Endmoräne des Skeiðarárjökull. Von hier aus sind es rund 1 Stunde Fussweg (nicht markiert) bis zum Gletschersee. Ein direkter Zugang zum Gletscher gibt es nicht. Aber die Wanderung zum Gletschersee lässt erahnen, wie riesig der Skeiðarárjökull ist.

Sólheimajökull – Island

Der Sólheimajökull befindet sich im Süden Islands und ist Teil des Mýrdalsjökulls, eines Plateaugletschers, der mehrere Auslassgletscher aufweist, darunter auch der Sólheimajökull. Nicht weit vom berühmten Skógafoss entfernt, lässt sich die Gletscherzunge sehr einfach über eine Schotterpiste erreichen. Vom grossen Parkplatz aus sind es noch etwa 10–15 Minuten Fussweg, bevor man vor der riesigen Gletscherzunge steht, die sich in einen See schiebt. Man kann sogar bis zur Zunge heranlaufen, sollte jedoch unbedingt darauf verzichten, ohne entsprechende Ausrüstung auf das Eis zu gehen. Touren können bei mehreren Anbietern gebucht werden.

Wandermöglichkeiten: Die Gletscherwanderung auf dem Sólheimajökull war unsere erste Tour auf Island, wir haben eine 3 bis 4-stündige Wanderung bei Troll Adventures gebucht, insgesamt waren wir zwölf Personen und hatten glücklicherweise bestes Wetter. Ausrüstung bekommt man gestellt und selbst passende Trekkingschuhe können gemietet werden. Nachdem man zum Gletscher gelaufen ist und die Ausrüstung angelegt hat, geht es auf den Sólheimajökull, hier ist man rund 3 Stunden unterwegs, wobei dir Tour sehr einfach ist, da kaum Höhenmeter überwunden werden müssen. Alle Details zur Wanderung auf dem Sólheimajökull findet ihr im Blogbeitrag.

HALT nicht so schnell!!!

Noch mehr Ausflugsideen und Wanderungen in der Schweiz

Mehr Informationen auf Websites & Blogs:

Glamos – Schweizer Gletscher Monitoring

Gletschervergleich.ch – von Daniela & Simon aufgebaute Seite mit unzähligen Vergleichsbildern von Gletscher in der Schweiz. Extrem spannend, aber auch traurig.

Explora – Schweizer Gletscher im geschichtlichen Kontext mit vielen Bildern und Videos

Fazit zum Thema Wandern der von Gletschern

Wie man sieht, man muss kein Profi sein, um die Welt der Gletscher zu erleben, ein wenig gesunder Menschenverstand und Vorsicht sind trotzdem geboten, wenn man auf Wanderschaft ist. Die meisten hier vorgestellten Gletscher und Wanderungen sind bei passender Witterung ohne grosse Probleme auch für „Normale“ Wanderer gut möglich. Man sollte die Chance und die Möglichkeit nutzen, diesen Giganten aus Eis und Schnee näher zukommen da sie bedingt durch den Klimawandel mehr und mehr verschwinden werden und eines Tages nur noch ein Bild und eine Erinnerung sein werden.

Weitere schöne und beeindruckende Ausflüge findet ihr unter der Rubrik Wanderung so unter anderem die Wanderung ins Val Frisal oder unseren Ausflug auf den Säntis.

Kennt auch ihr Wanderungen entlang von Gletschern oder wisst andere schöne Orte oder Städte, dann schreibt uns doch einen Kommentar dazu.

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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • War auf der Suche nach möglichenkeiten auf einfache Art einen Gletscher während meines Urlaubs zu besuchen, das es aber gleich so viele gibt überrascht mich. Danke für eure Ausführliche Auflistung, toller Beitrag. Danke

    Gruss Reto

    Antworten

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