Jungfraujoch und Sphinxgebäude

Top of Europe Ausflug auf das Jungfraujoch

Die Schweizer Berge geniessen eine grosse Anziehungskraft und Popularität zählen sie doch zu den beeindruckendsten Gipfeln des gesamten Alpenraums. Besonders hervorzuheben sind dabei zwei Regionen zum einen Zermatt mit dem Matterhorn und zum zweiten die Region Grindelwald und Lauterbrunnen mit dem Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. In diesem Beitrag wollen wir euch das berühmte Jungfraujoch zwischen den Gipfel Jungfrau und Mönch mit allen wichtigen Fakten, Details und Bildern vorstellen. Habe ihr euch schon immer gefragt, ob es sich lohnt das viele Geld auszugeben für einen Besuch auf dem Jungfraujoch? Am Ende des Beitrags werdet ihr es wissen. Das sich gutes Marketing bzw. Werbung auszahlt, zeigt die Jungfraubahn AG seit 2005 mit ihrer Marke für das Jungfraujoch „Top of Europe“ das heutzutage besonders bei Asiatischen Gästen hoch im Kurs steht und auf keinem Reiseprogramm fehlen darf. Auch wir haben uns auf den Weg gemacht, das Jungfraujoch sowie die Region, um die Kleine Scheidegg zu besuchen. Seit gespannt, was wir dabei erlebt haben.

Wann, Wo, Wie – kurz und knapp

  • Wann: Mitte Oktober 2020
  • Wo: Jungfrau Region Grindelwald/Lauterbrunnen
  • Übernachtung: Maya Caprice Boutique-Hotel in Wengen, 2x Nächte inkl. Abendessen, Frühstück und Kurtaxe 561 CHF
  • Budget: 94,80 pro Person (Halbtax) für Berg-Talfahrt von Lauterbrunnen auf das Jungfraujoch
  • Highlights: Blick auf den Konkordiaplatz, Aletschgletscher, Alpenpanorama, Gletscherwelt
  • Schwierigkeit: leicht
  • Zeit Tour: 2–6 Stunden

Lauterbrunnen und Wengen

Um das Jungfraujoch zu besuchen, stehen verschiedene Ausgangs Möglichkeiten zur Auswahl, die bekanntesten sind die Orte Grindelwald und Interlaken beide verfügen über zahllose Hotels und Restaurants und sind gut mit dem Auto oder Zug erreichbar. Nicht weniger bekannt sind Lauterbrunnen im gleichnamigen Tal und das Dorf Wengen hoch über dem Lauterbrunnental. Lauterbrunnen und ganz besonders Wengen haben ihren ganz eigenen Charme mit ihren Chalets und Hotels aus der Belle Epoque. Für Tourist ergibt dies im Zusammenspiel mit der beeindruckenden Bergwelt den typischen Schweizer Flair. Wir hatten für uns zwei Nächte im Maya Caprice Boutique-Hotel gebucht und waren vom Hotel, dem Zimmer und ganz besonders vom Essen begeistert. Die Aussicht vom Balkon aus auf das Tal und die Bergwelt ist umwerfend schön.

Lauterbrunnental von Wengen
Wengen Blick
Blick auf Wengen

Anreise zum Jungfraujoch

Die Frage wie man auf auf das Jungfraujoch gelangt ist denkbar einfach denn es gibt im Grund nur einen Weg, und zwar die Jungfraubahn. Vom Bahnhof auf der Passhöhe Kleine Scheidegg geht jede 30 Minuten (Fahrplan beachten) ein Zug durch den Eiger hindurch auf das Jungfraujoch. Als Zubringer zum Bahnhof Kleine Scheidegg dienen die zwei Zahnradbahnen die von Interlaken aus starten und weiter über Grindelwald oder Lauterbrunnen her jeweils 10 Minuten vor Abfahrt der Jungfraujochbahn die Kleine Scheidegg erreichen. Beim Ticket kauf gibt es die Möglichkeit einer Reservation zu einer fixen Uhrzeit damit ist kein Sitzplatz gemeint, sondern vielmehr eine Mitfahrgarantie da man ansonsten auch mit längerer Wartezeit rechnen muss beim Umsteigen auf die Jungfraujochbahn. Gerade in der Hochsaison sollte man sich Tickets bereits Online kaufen, um lange Wartezeiten vor Ort zu vermeiden.

Preislich ist die Fahrt auf das Jungfraujoch nicht gerade günstig von Grindelwald muss man für die Hin- und Rückfahrt ohne Ermässigung zwischen 164 – 214 CHF rechnen. Von Lauterbrunnen aus kostet das Ticket zwischen 163 – 213 CHF pro Person. Durch GA, Halbtax Abo und Swiss Travel Pass profitiert man von bis zu 50 % Preisnachlass für genauere Informationen zu den Preisen sollte man sich bei der Jungfraubahn informieren.

Eine weitere Wichtige Frage ist: Wie lange braucht man für einen Besuch des Jungfraujochs gerade, wenn man Reservationen für die Rückfahrt tätig ist es gut zu wissen, wie lange man planen soll. Wir hatten 5 Stunden für unseren Besuch geplant, was am Ende sehr knapp war, dies lag aber daran, dass wir noch zur Mönchsjochhütte wollten. Wer nur die zwei Aussichtsplattformen und die Erlebniswelt anschaut, sowie kurz die Shops besucht kommt mit 4 Stunden gut hin. Möchte man die zur Hütte wandern und genug Zeit haben zum Fotografieren dann sind 6–7 Stunden, fast schon ein muss.

Höhenkrankheit

Ein Problem, das bei einem Besuch des Jungfraujoch auftreten kann, ist die Höhenkrankheit. Diese tritt bei Menschen auf die sich in grosse Höhen begeben. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit, Schwindel. Bei unserem Aufenthalt auf dem Jungfraujoch haben wir ebenfalls eine kurze Zeit mit Kopfschmerzen zu kämpfen gehabt, diese verschwanden aber nach kurzer Zeit wieder.

Eine Vorbeugende Massnahmen gegen die Höhenkrankheit ist bei einem Besuch des Jungfraujochs schwierig. Eine Akklimatisation, das heisst Anpassung an die Höhe ist nur dann möglich, wenn man einige Tage vor der eigentlichen Fahrt bereits in grösseren Höhen aufhält und so den Körper langsam an den Höhenunterschied gewöhnt. Da diese nur für die wenigsten Besucher möglich ist, helfen gegen einige Symptome wie Kopfschmerzen und Übelkeit Medikamente hier sollte man sich vom Arzt oder Apotheker beraten lassen.

Jungfraubahn

Die Jungfraubahn war zu ihrer Zeit ein Visionäres Bauvorhaben am 1. August 1912 wurde der höchste Bahnhof Europas offiziell eröffnet und dem Publikumsverkehr übergeben damit besass die Jungfrauregion ein Touristisches Highlight, das heute zu den beliebtesten Ausflugszielen der Schweiz zählt. Initiator und Ideengeber der Bahnstrecke war Adolf Guyer-Zeller der 1893 während einer Wanderung die Idee für eine Bahn zur Jungfrau hatte. Drei Jahre später am 27.7.1896 war Bau beginn, nach Jahren harter und mühseliger Arbeit gelang am 21.2.1912 der Durchbruch zum Jungfraujoch.

Kleine Scheidegg

Am Bahnhof Kleine Scheidegg herrscht teils ein Andrang so als würde man sich an einem Grossflughafen befinden diese besonders wenn die beiden Züge aus Lauterbrunnen und Grindelwald zeitgleich ankommen. Denn die Kleine Scheidegg ist Endstation der beiden Zubringerzüge, neben dem alten Bahnhofsgebäude liegt der Wartebereich der Jungfraubahn dieser ist in zwei Bereiche geteilt, zum einen der für Personen mit einer Reservation und einen Bereich für alle die ohne Reservation mitfahren möchten. Rund eine viertel Stunde bevor die Züge hinauf zum Jungfraujoch fahren herrscht eine etwas chaotischer Betrieb in den Wartebereichen. Wenige Minuten vor der Abfahrt werden alle Passagiere mit Reservation durch die Schranken gelassen und zum Zug begleitet. Ein zweiter Zug steht für die restlichen Passagiere zur Abfahrt bereit, wenn dieser aber voll ist, muss man auf den nächsten Warten, je nach Andrang kann es schon einmal bedeuten das man 60 Minuten oder auch mehr warten muss.

Kleine Scheidegg
Jungfraubahn
Eiger Jungfraubahn
Eiger und See

Eigergletscher

Bevor der Zug in in Berg einfährt, macht er noch einen Halt am Bahnhof Eigergletscher, der allerdings im Moment (Oktober 2020) mehr einer Baustelle gleicht als einem Bahnhof. Hier entsteht die neue Zubringer Gondelbahn „Eiger Express“ von Grindelwald aus die am 5. Dezember 2020 ihre Eröffnung feiert.

Eigergletscher
Eigergletscher
Eigergletscher
Eigergletscher

Station Eismeer Blick auf den Gletscher

Erster und einziger Halt auf der Fahrt durch das Jungfraumassiv hinauf zum Joch ist die Station Eismeer auf 3160 Metern. Von hier kann man durch riesige Panoramafenster auf die Gletscherwelt rings um den Unteren Grindelwaldgletscher auch Ischmeer genannt blicken. Bis zum Dezember 2016 gab, es zuvor noch einen Halt an der Station Eigerwand dieser wurde im Jahr 2016 zur Verkürzung der Fahrtzeit gestrichen. Die gesamte Strecke von der Kleinen Scheidegg bis zum Jungfraujoch ist 9 km lang und man überwindet dabei 1393 Höhenmeter.

Eismeer Bahnhof
View Point Eismeer

Bahnhof Jungfraujoch

Der Bahnhof Jungfraujoch ist der höchstgelegene Bahnhof Europas. 35 Minuten hat die Fahrt von der Kleinen Scheidegg über die Station Eismeer auf das Jungfraujoch gebraucht. Nachdem man den Zug verlassen hat, geht es auf die 2. Ebene des Hauptgebäudes hier befinden sich eine Cafeteria sowie ein Souvenirladen daneben startet der Rundweg im und auf dem Jungfraujoch. Durch einen langen Korridor kommt man zur Sphinxhalle, hier sind die beiden Aufzüge die in rund 25 Sekunden 108 Höhenmeter überwinden und hinauf zur Sphinxplattform fahren.

Tipp: Da die meisten Leute zuerst auf die Sphinxplattform gehen sollte man sich den anderen Attraktionen zuwenden und zwischen der Ankunft zweier Züge auf die Aussichtsplattform gehen.

Jungfraujoch Bahnhof
Kantonsgrenze Bern Wallis
Übersichtsplan Jungfraujoch
Tunnel Jungfraujoch

Nach der Sphinxplattform spaltet sich der Weg, hier gilt es sich zu entscheiden entweder man geht hinaus auf den Aletschgletscher und weiter zur Mönchsjochhütte oder geht wie wir zuerst durch die Apline Sensation. Die Erlebniswelt ist ein 250 Meter langer Gang der verschiedene Themen behandelt. Angefangen mit einer gigantischen Schneekugel in der man die Welt der Jungfraubahn in Miniatur bewundern kann. Im nächsten Gang, den man mit einer Rolltreppe durchläuft, werden auf Wandbildern Szene aus der Geschichte gezeigt wie der Besteigung des Eigers.

Erlebniswelt Jungfraujoch
Schneekugel
Erlebniswelt Jungfraujoch
Wandbild Kleine Scheidegg

In der folgenden Halle steht der Schweizer Unternehmer und Jungfraubahn Gründer Adolf Guyer-Zeller im Mittelpunkt eines Kunstobjekts. Informationstafel an den Wänden geben Eckpunkte seines Schaffens für die Jungfraubahn wieder allerdings wirkt alles etwas oberflächlich mehr Informationen zur Person und Leben wären schön gewesen.

Adolf Guyer Zeller
Adolf Guyer Zeller
Adolf Guyer Zeller

Wieder folgt ein langer Gang, diesmal stehen die Arbeiter und die Entstehungsgeschichte der Jungfraubahn im Mittelpunkt auf Schwarzweiss Aufnahmen werden Szenen aus der Bauphase der Bahn gezeigt und auch Arbeitsgegenstände werden gezeigt. Auch hier wäre es schon wenn man mehr als nur Bilder zusehen bekommen könnte. Es folgt ein Abschnitt, der unter die Haut geht, hier wird an die 30 Arbeiter gedacht, die ihr Leben verloren haben beim Bau und Unterhalt der Jungfraubahn.

Arbeiter am Berg
Arbeiter am Berg
Arbeiter am Berg
Verstorbene Arbeiter

Letzte Station auf dem Alpine Sensation Weg ist die höchstgelegene Karsthöhle Europas auf 3482 Metern Höhe und eine Diorama des Jungfraujochs von 1946 bevor es bei einem Brand in der Nacht vom 21. Oktober 1972 fast völlig zerstört wurde.

Karsthöhle
Karsthöhle Jungfraujoch
Diorama Jungfrau

Eispalast

Nun sollte man sich warm anziehen durch eine Drehtür betritt man den Eispalast. Wer den Titlis kennt, wird ein Déjà-vu erleben der Gletscherstollen der durch Arbeiter in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts in den Gletscher geschlagen wurde. In kleinen Grotten findet man aus Eis geformte Skulpturen die bei konstanten Minus 3 Grad die Besucher begeistern.

Gletschergrotte Jungfraujoch
Gletschergrotte Jungfraujoch
Gletschergrotte Jungfraujoch

Wer aufmerksam durch die Gänge wandert, wird auf eine alt bekannte Figur treffen Scrat das Eichhörnchen aus den Ice Age Filmen ist im Gletschereis eingefroren. Hier beweisen die Betreiber, dass Sie Sinn für Humor haben und um einen Gimmick handelt es sich scheinbar auch, denn in der Gletscherhöhle des Titlisgletschers findet man Scrat ebenfalls im Eis eingefroren.

Gletschergrotte Jungfraujoch
Gletschergrotte Jungfraujoch
Gletschergrotte Jungfraujoch

Am Ende des Eispalast geht es hinauf zum Ausgang auf das Jungfraujoch. Je nach Besucherandrang kann es hier wild zugehen, deshalb sollte man mindestens zweimal vorbeischauen mit etwas Glück kann man das Plateau auch mal fast für sich allein haben.

Swiss Whiskey Jungfraujoch
Plateau Jungfraujoch

Jungfraujoch

Kommt man aus dem Gebäude hinaus, wird man förmlich vom Sonnenlicht geblendet man braucht einige Sekunden bis man sich daran gewönnt, hat. Das Gletscherplateau ist nur durch Seile abgesperrt, zum Rand hin besteht aber ein Sicherheitsabstand zusätzlich weisen Warnschilder auf die Gefahren hin.

Obwohl das Jungfraujoch mit 3466 Metern nicht zu den höchsten Punkten in Europa zählt, könnte man aber nach dem Werbeslogan ganz davon ausgehen. Wer noch Höher hinaus will, muss auf den Aiguille du Midi am Mont Blance auf 3842 Metern Höhe.

Warnschild Aussichtsterrasse

Dass Berg und Gletscherpanorama, das einem geboten, wird, ist umwerfend schön. In nördlicher Richtung gleitet der Blick über die Region Lauterbrunnen, Grindelwald über die Emmentaler Alpen bis hin ins Jura und den Voralpenraum. Die beiden Gipfel Faulhorn und First bei Grindelwald sind bereits mit Schnee bedeckt ansonsten beherrschen noch grüne und braun Töne die Natur.

Kleine Scheidegg

Wir waren im Spätsommer auf dem Jungfraujoch, damals hielt das Coronavirus die Welt in Atem weshalb die Besucherzahlen weitaus geringer waren als in Normalenzeiten. Trotzdem war es doch hier und da sehr sehr voll, wie es in nicht Coronazeiten hier oben zugeht, möchte man da gar nicht wissen. Da wir zweimal auf dem Plateau waren, konnten wir erleben, wie unterschiedlich die Eindrücke dort oben sind, einmal waren wir mit gefühlt hunderten weiteren Besuchern zusammen und bei zweiten Mal waren wir so gut wie allein.

Gletscherplateau Jungfraujoch
Sphinx Observatorium

Südwestlich liegt die beiden Gipfel Jungfrau und Rottalhorn, wo sich weit unterhalb riesige Störzonen im Eis gebildet haben, wie man an den unzähligen Gletscherspalten erkennen kann.

Jungfraugipfel
Gletscherspalten
Gletscherspalten
Gletscherspalten

Im Nordwesten befindet sich der mächtige Mönch an des Flanke der Nollengletscher liegt und zum Tal hin abbricht.

Mönch Gipfel
Nollengletscher

Jungfraufirn

Das Highlight ist aber der 7 km lange Jungfraufirn der seinen Ursprung am Jungfraujoch hat und in südwestliche Richtung zum Konkordiaplatz fliesst. Hier vereinen sich verschiedene Gletscherströme zum längsten Gletscher der Alpen den Aletschgletscher der heute noch rund 22 km lang ist. Wer den Aletschgletscher in seiner ganzen Ausdehnung sehen möchte, sollte auf das Eggishorn bei Fiesch im Wallis fahren vom Berggipfel aus geniesst man wohl das schönste Panorama auf den Gletscher und auch auf das Jungfraujoch. Im Karakorum Gebirge gibt es ebenfalls einen Konkordiaplatz hier vereinen sich der Obere Baltorogletscher und der Godwin-Austengletscher zum mächtigen Baltorogletscher der rund 35 km lang ist, in der Region liegen zahlreiche 8000er Gipfeln wie der K2 oder der Broad Peak.

Jungfraufirn Konkordiaplatz
Gletscherspalten
Gletscher Plateau

Vom Gletscherplateau gehen wir wieder ins Hauptgebäude und machen uns auf den Weg zur Sphinxhalle wo die Aufzüge zum Sphinx Observatorium liegen. Wer Pech hat so wie wir und zum Lift geht, wenn gerade zwei Züge eingetroffen sind, kann mit längeren Wartezeiten rechnen. Aber irgendwann ist jeder oben auf dem Observatorium angekommen und nochmals kann es zu Wartezeiten kommen, falls die Aussichtsplattform voll ist.

Sphinxhalle
Sphinxplattform

Sphinx Observatorium

Von der Stahlterrasse, die um das Observatorium gebaut ist, hat man einen schier grenzenlosen Blick. Besonders beeindruckend ist der Anblick des Jungfraufirn, der förmlich vor einem liegt. Von hier lassen sich die zahllosen Spalten, die sich überall gebildet haben bestens überblicken.

Am Hang unterhalb des Trugbergs verläuft eine mächtige Gletscherzunge die zum Jungfraufirn hin abbricht, wer eine starkes Zoomobjektiv oder Fernglas sein Eigen nennt, kann viele Detail im Eis ausmachen. Das selbe kann man auch sehr gut unterhalb des Mönchgipfels erkennen.

Gletscherzunge Trugberg

Man sollte sich Zeit nehmen und alle Eindrücke auf sich wirken lassen. Denn im Normalfall geht man nur einmal im Leben auf das Jungfraujoch. Im Gedränge sollte man Geduld sein Eigen nennen denn, wenn gerade eine oder mehrere Gruppen auf der Plattform sind ist Platz ein spärliches Gut. Mit diesen 360 Grad Panoramablick verabschieden wir uns vom Sphinx Observatorium und fahren mit dem Lift zurück in die Sphinxhalle allerdings war auch hier viel Geduld gefragt, da die Warteschlange am Aufzug sehr lang war.

Blick auf Jungfraufirn
Panorama Mönch

Wanderung zur Mönchsjochhütte

Letzte Station ist die Tour zur Mönchsjochhütte in der Sphinxhalle zweigt der Stollen in einen langen Korridor ab der hinaus ins Freie führt. Man ist im ersten Moment wie geblendet von dem Schnee der die Sonnenstrahlen reflektiert. Der Weg zur Hütte ist bestens präpariert somit können auch Turnschuhgänger sicher zur Hütte wandern. Der Weg hin und zurück ist circa 3,6 km lang man sollte gut und gerne 1 1/2 Stunden einrechnen. Wer nur wenig Zeit hat auf dem Jungfraujoch, weil er zum Beispiel seine Rückfahrt reserviert hat, sollte auf die Wanderung verzichten oder gleich als Erstes zur Hütte laufen. Wir mussten die Tour abbrechen da es zu Spät wurde und wir ansonsten den letzten Zug verpasst hätten.

Am Anfang des Weges steht ein Container der als Bar umfunktioniert wurde bei einem Heissen oder Kühlen Getränk kann man in Liegestühlen die Sonne und Aussicht geniessen. Trotz dieser Reizvollen Atmosphäre starten wir unsere Tour auf dem bestens präparierten Weg zur Mönchsjochhütte. Dass man einem Gletscher läuft, ist man sich gar nicht bewusst da die Oberfläche nicht wie ein typischer Gletscher aussieht, es ist eher so als würde man sich durch eine Winterlandschaft bewegen.

Warnschild Jungfraufirn

Der Aufmerksame Beobachter wird überall die markanten Gletscherspalten entdecken die sich abseits des Weges in sicherer Entfernung aufgetan haben.

Gletscherspalten
Gletscherspalten
Gletscherspalten
Gletscherspalten

Am Wegesrand zur Hütte liegt von Anfang Juni bis Mitte Oktober der Snowfunpark hier kann man Schlitten und Snowtube fahren, das Highlight ist die Zipline über den Gletscher. Von dem ist jetzt allerdings nicht mehr viel zu sehen, der Neuschnee hat die Anlagen fast völlig bedeckt. Nach wenigen hundert Metern sollte man einen ersten Blick zurück werfen erst jetzt sieht man, das sich das Sphinx Observatorium auf einem riesigen Felssporn befindet.

Sphinx Observatorium
Sphinx Observatorium
Sphinx Observatorium

So geht es weiter unterhalb des Mönchs zur Berghütte das man für die wenigen Kilometer so lange braucht, liegt nicht an der Höhe oder der Steigung, sondern viel mehr an der beeindruckenden Aussicht auf die Bergwelt. Links am Mönch fliesst eine Gletscherzunge den Hang hinab immer wieder brechen kleine und grosse Eisbrocken ab und stürzen in die Tiefe.

Gletscher am Mönch
Gletscher am Mönch

Je weiter wir uns vom Jungfraujoch entfernen je weniger Menschen hat es auf dem Weg vielen gehen scheinbar nur ein kurzes Stück bevor sie wieder zurückkehren. Trotz des sonnigen Wetters weht ein strenger Wind über den Firn. Immer wieder bleiben wir staunend stehen und lassen den Blick über die Berggipfel gleiten die um uns herum liegen.

Es ist schwer vorwärts zugehen, wenn man ständig neue Motive entdeckt, die man fotografieren kann. Deshalb müssen wir auch nach der Hälfte des Weges die Tour abbrechen und uns auf den Weg zurückbegeben, dass wir unseren Zug erreichen. Aber dieser kurze Abstecher hinaus in die Gletscherwelt des Jungfrauenfirns war eines der Highlights für uns persönlich die Ausblicke und Eindrücke, die wir dabei sammeln, konnten war spannend und faszinierend zugleich.

Eine neue Perspektive auf den Jungfraufirn und die faszinierende Gletscherwelt haben wir mit unserer Drohne gesammelt. Auch, wenn das Wetter nicht ganz mitgespielt hat, kam dabei ein schönes 360 Grad Panorama heraus.

Es bleibt aber noch etwas Zeit, um nochmals einen Rundgang durch die Erlebniswelt zu unternehmen, dieses Mal sind wir aber so gut wie allein unterwegs da die meisten bereits auf den Weg zurück sind oder auf ihre Zug warten.

Sport Ereignisse Jungfrau

Das gleiche Bild bietet sich auch auf der Aussichtsterrasse, um die Mittagszeit herum war schier die Hölle los und nun einige Stunden später sind wir nur mit einer Handvoll weiterer Menschen hier oben so sehr können sich die Eindrücke ändern je nachdem um welche Uhrzeit man vor Ort ist.

Bevor wir zum unterirdischen Bahnhof gehen lassen wir ein letztes Mal den Blick schweifen über das umwerfende Panorama da sich vor uns ausbreitet. Mit diesen Eindrücken machen wir uns auf den Weg zurück.

Panorama Jungfraujoch

Shoppingcenter im Berg

Alle, die auch in fast 4000 Metern Höhe nicht auf das Shoppen verzichten wollen können aufatmen, das Jungfraujoch bietet genug Möglichkeiten Geld auszugeben. Ein riesiger Lindt Schokoladen Shop bietet für Schokoladenliebhaber alles was das Herz begehrt. Wir haben immer wieder gehört und gelesen das die Lindt Produkte auf dem Jungfraujoch billiger sein sollen als in anderen Orten in der Schweiz selber überprüfen könnten wir diese These nicht. Daneben gibt es Shops von Victorinox, Swatch und einigen weiteren Marken. Nicht zu vergessen, die obligatorischen Souvenirläden mit Schneekugeln, Tassen, Kugelschreibern und vielen weiteren „typischen“ Souvenirs.

Lindt Shop Jungfraujoch
Lindt Shop Jungfraujoch

Der Andrang am unterirdischen Bahnhof war riesig und alles lief leicht Chaotisch ab. Hier kann man vermutlich noch einiges am Ablauf optimieren und klarer aufzeigen. Irgendwann haben alle einen Platz im Zug gefunden und die Fahrt zurück zur Kleinen Scheidegg diesmal ohne Halt an der Station Eismeer konnte los gehen. An der Kleinen Scheidegg angekommen warfen wir zum Abschluss unseres Ausflugs einen Blick zurück auf das Jungfraujoch mit dem Observatorium bevor es mit dem Anschlusszug direkt weiter nach Wengen ging. Wo wir die Nacht im Maya Caprice Boutique Hotel verbrachten.

Zug Kleine Scheidegg
Kleine Scheidegg
Jungfraujoch

Während der Zugfahrt hat man lange Zeit einen fantastischen Blick auf das Jungfraumassiv das einen auf der linken Seite begleitet. Dabei lassen sich viele Details an den Flanken das Massiv entdecken wie die zahlreichen Gletscher, die zum Tal hin fliessen. Mit diesen tollen Eindrücken kehren wir zum Hotel zurück.

Gletscherspalten
Gletscherspalten
Gletscherspalten
Gletscherspalten

Lohnt sich ein Ausflug auf das Jungfraujoch?

Kommen wir zur entscheidenden Frage die sich wohl jeder Urlauber und Tourist in der Schweiz stellt. Lohnt sich das Geld für eine Fahrt auf das Jungfraujoch? Wir finden, es lohnt sich allerdings nicht für den Normalpreis von 163 bis 214 CHF je nach Strecke und Saison. Für eine Familie kann das eine enorme finanzielle Belastung darstellen, die sich nicht jeder leisten kann und leisten will. Wer hingegen über ein Halbtax oder eine andere Ermässigung verfügt die zum Teil 50 % Preisnachlass gewähren sollte die Chance nutzen das Jungfraujoch zu besuchen. Man sollte sich aber dessen bewusst sein, dass man dort oben wohl nur sehr selten allein unterwegs ist und ansonsten mit einem riesigen Menschen Andrang rechnen sollte.

HALT nicht so schnell!!!

Noch mehr Ausflugsideen und Wanderungen im Kanton Bern und Berner Oberland…

Mehr Informationen auf Websites & Blogs:

Jungfrau.ch – Seite der Jungfraubahnen mit Betriebsdaten, Webcams, Buchungsmöglichkeiten zu den verschiedenen Bahnen der Jungfraubahn

Jungfrauregion – Alles zur Jungfrau Region von Grindelwald, Wengen, Mürren bis zum Haslital mit vielen Informationen zu Hotels, Restaurants bis zu Sehenswürdigkeiten

Travelita – Schweizer Reisebloggerin die von ihrem Besuch auf dem Jungfraujoch berichtet

Delicioustravel – Deutsche Reisebloggerin aus Süddeutschland die ihre Erlebnisse von Jungfraujoch in ihrem Beitrag schildert

TheTravelblog – Österreichisches Paar das auf Englisch einen Beitrag zum Jungfraujoch und Wengen verfasst haben

Fazit:

Ja, wir waren begeistert und beeindruckt von der Leistung, die die Arbeiter beim Bau der Bahnlinie geleistet haben. Die Atmosphäre und die grandiose Aussicht von Jungfraujoch ist einmalig schön. Dass wir nicht allein auf dem Jungfraujoch sein werden war uns bewusst, in manchen Bereichen und zu gewissen Stosszeiten gelangt die Infrastruktur allerdings an ihre Grenzen, hier sollte man Geduld mitbringen. Es kommt immer wieder zu Wartezeiten und man sollte genug Zeit einplanen damit man alles geniessen kann. Wer die Fahrt mit einer Ermässigung bekommen kann, sollte das Jungfraujoch unbedingt besuchen, auch wenn manche Bereiche doch sehr kitschig und wenig Informativ sind.

Weitere schöne und beeindruckende Ausflüge findet ihr unter der Rubrik Wanderung so zum Beispiel die Rundwanderung in Flims oder den Stadtrundgang in Laufenburg.

Kennt auch ihr die Jungfrauregion oder wisst andere schöne Orte oder Städte, dann schreibt uns doch einen Kommentar dazu.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Es sieht ja wirklich magisch und einmalig da oben aus, aber als ich den Preis für die Bahn gesehen habe, hatte es mich fast vom Hocker gehauen! Das ist etwas, was ich mir mal schenken lassen werde 😉

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    • Ja leider ist der Preis für alle, die kein Halbtax-Abo besitzen recht teuer. Das mit dem schenken lassen ist eine hervorragende Idee, hoffe es klappt!!!!

      Antworten

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