Island Reiseplanung A-Z

Island Ratgeber alles zur Reiseplanung von A bis Z

Ihr spielt mit dem Gedanken nach Island zu reisen oder habt euch bereits dafür entschieden und sucht nun alle wichtigen Informationen und Wissenswertes dann solltet ihr weiterlesen. Wir haben für euch alle Hilfreichen Tipps die auch uns geholfen haben zusammengetragen und hoffen damit eure Reise zu einem unvergesslichen Abenteuer werden zu lassen.

Unsere Island Rundreise liegt indessen einige Zeit zurück trotzdem schwelgen wir noch immer in Erinnerungen von den vielen Orte und den zahlreichen Eindrücken die wir sammeln durften.

Wenn man uns nach einem einzigen Island Tipp fragen würde, wäre das: Das man sich Zeit nehmen sollte. Denn Island braucht Zeit, viel Zeit und Geduld!

Für uns stand Island schon lange auf unserer Reiseliste, 2019 war es so weit wir kamen zum Entschluss in die Planungsphase überzugehen. Wir buchten alles Nötige für den September 2020 doch dann kam Corona und veränderte alles. Mit einem Jahr Verspätung konnten wir uns dann doch auf den Weg machen. Wie bei all unseren Reise ist die Planung schon ein Highlight. Hier merkt man förmlich die Vorfreude in sich aufsteigen und Tag für Tag wächst die Neugier, bis es endlich so weit ist. Lasst euch nicht stressen durch die vielen Informationen denn auch ohne grosse Planung kann euer Island Trip etwas Besonderes werden.

Individuell oder Pauschal durch Island Reisen

Diese Frage hängt stark von den eigenen Vorlieben ab. Beide Reise Style haben ihren Reiz beziehungsweise ihre Vor- und Nachteile. Es muss auch nicht immer sein das jemand, der Individuell reist stets mehr sieht von Island, schaut man sich Reiseberichte im Netz an fällt auf das auch Individualreisende meistens die gleichen Ziele ansteuern wie Pauschaltouristen.

Individuelle Reise
  • flexibel in der Reiseroute
  • spontane Anpassungen an das Wetter
  • kann sich Hotels und Guesthouser selber aussuchen
  • ist meistens günstiger als eine Pauschalreise
Pauschalreise
  • Kosten besser im Griff
  • man muss sich um weniger kümmern
  • man bekommt alle wichtigen Highlight zusehen

Reiseroute durch Island

Ringstrasse

Die beliebteste Route in Island ist die Ringstrasse die über 1321 km Länge zumeist in Küstennähe Island umrundet. Die gesamte Strecke ist seit August 2019 komplett asphaltiert. Entlang der Ringstrasse liegen die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Island wie zum Beispiel: der Skógafoss, der Skaftafell Nationalpark, die Gletscherlagune Jökulsárlón, der Diamond Beach oder das Geothermalgebiet Hverir.

Für die komplette Ringstrasse sollte man mindestens 7-10 Tage einrechnen, wobei mehr immer besser ist. Wir haben 14 Tage zur Verfügung gehabt und konnten dabei auch einige Gegenden abseits der Ringstrasse erkunden und bei schlechtem Wetter auch eine Region zweimal besuchen, wenn wir es für nötig hielten. Ein Faktor, den man nicht unterschätzen sollte, sind die Fahrtzeiten, die meistens 2-4 Stunden oder mehr betragen können je nachdem wie viele Tage man hat um die 1321 km Ringstrasse zu umrunden.

Hochland

Das Hochland ist das Herz Islands es ist durchzogen mit Schotterpisten den sogenannten F-Strassen, diese sind rund die Hälfte des Jahres geschlossen einzig in den Sommermonaten können sie befahren werden und dann auch nur mit geeigneten 4×4 Fahrzeugen. Wer Abgeschiedenheit und einmalig schöne Landschaften sucht, ist im Hochland genau richtig. Besonders beliebt sind die Regionen Landmannalaugar, Kerlingarfjöll oder die Laki-Krater.

Manchen Pisten sind in hervorragenden Zustand und es macht riesigen Spass auf ihnen zu fahren andere hingegen gleichen einer Buckelpiste, da kann es schon mal sein, dass man über Stunden von einem Loch ins nächste fährt. Die grösste Schwierigkeit stellen die Flüsse dar, die man immer wieder durchqueren muss. Der Flusslauf und die Tiefe werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst, die sich stets ändern, deshalb ist hier grösste Vorsicht geboten. Im Zweifelsfall lieber umdrehen, als etwas zu riskieren.

  • Es ist wichtig, sich vorab bei der Mietwagenfirma zu erkundigen, ob das Befahren der F-Strassen erlaubt ist.

Die Top-Highlights & Sehenswürdigkeiten auf Island

Eine vollständige Liste aller Sehenswürdigkeiten in Island würde diesen Beitrag sprengen aber einige der wichtigsten und bekanntesten Wasserfälle, Gletscher oder landschaftlich reizvolle Regionen möchten wir hier aufzählen.

Wasserfälle:

  • Skógafoss
  • Seljalandsfoss
  • Gljúfrabúi
  • Svartifoss
  • Gufufoss
  • Selfoss
  • Kirkjufellsfoss
  • Dettifoss
  • Barnafoss
  • Hraunfossar
  • Hjálparfoss
  • Gullfoss

Gletscher:

  • Gletscherlagune Jökulsárlón & Diamond Beach
  • Gletschersee Fjallsárlón
  • Sólheimajökull

Vulkangebiete:

  • Mývatn Region und Hverarönd
  • Hrossaborg Krater
  • Landmannalaugar
  • Kerlingarfjöll
  • Strokkur

Landschaften:

  • Solheimasandur und Wrack der DC-3 (netter Fotospot, aber nicht mehr, kann man auch auslassen)
  • Thingvellir

Alles rund um das Thema Mietwagen

Bei dem Thema Mietwagen gehen die Meinung weit auseinander, wer sich die zahlreichen Reiseblogs anschaut, die es zum Thema Island gibt, wird auf die verschiedensten Meinungen treffen. Die einen sagen es muss ein SUV mit 4×4 sein, die anderen meinen ein normaler PKW reicht völlig aus. Wir finden beide Seiten haben recht, denn es hängt davon ab, was man machen möchte.

  • PKW

Hat man vor nur auf der Ringstrasse unterwegs zu sein, dann ist ein normaler PKW absolut ausreichend selbst kleine Abstecher auf Schotterpisten sind meist kein Problem. Hierdurch kann man eine Menge Geld sparen da 4×4 Fahrzeuge weitaus kostspielig sind. Das Befahren der F-Strassen ist allerdings für PKWs verboten, das gleiche betrifft auch einen Teil der Nebenstrassen. Im Zweifelsfall sollte man anhalten und umkehren denn keine Sehenswürdigkeit ist einen Unfall wert. So manche Strassen sind mit tiefen Schlaglöchern und Bodenwellen durchzogen, immer wieder müssen Flüsse durchfahren werden und kleine bis grosse Steine liegen auf den Pisten verstreut.

  • SUV 4×4

Wer abseits der Ringstrasse Island entdecken möchte und dazu auch die F-Strassen befahren will, muss zwingend ein 4×4 Fahrzeug mieten, hier gibt es natürlich grosse Preisdifferenzen von dem günstigen Dacia Duster der rund 135 Euro kostet pro Tag bis zum  Land Cruiser Arctic mit Schnorchel der mit 310 Euro pro Tag zu Buche schlägt oder dem Land Rover Super Defender für stolze 345 Euro pro Tag, Extras wie Zusatzversicherung oder 0 Euro Selbstbehalt kosten nochmals einen Aufschlag. Für ein gutes 4×4 Fahrzeug, das fast für jede Situation geeignet ist kann für zwei Wochen inklusive aller Versicherungen schnell zwischen 2000 und 3000 Euro/Franken kosten.

Tipps zum Mietwagen

  • Wichtig bei 4×4 Fahrzeugen ist die Wattiefe, nicht jedes 4×4 Fahrzeug ist gleichermassen für das Furten von Flüssen geeignet.
  • Auch, wenn es verlockend ist, sollte man niemals mit einem PKW ins Hochland fahren. Dies ist zum Ersten verboten und zum Zweiten zahlt keine Versicherung den Schaden.
  • Beim Auto mieten darauf achten, wo der Abhol- und Rückgabeort ist. Viele Isländische Anbieten haben ihren Sitz in der Nähe des Flughafens und bieten einen Shuttleservice an.
  • Manche Autovermieter bieten Rabatte für gewissen Tankstellenbetreiber an.
  • Bevor es ins Hochland oder auf F-Strassen geht immer schauen, dass der Tank voll ist.
  • Achtung einige Blogger empfehlen Buchungen über Plattformen wie Billiger-Mietwagen.de oder Northbound.is, wir finden allerdings, dass die Angebote nur einen kleinen Teil des Marktes abbilden und teils sehr undurchsichtig sind, hier sollte man genau die Versicherungs- und Mietbedingungen durchlesen, da selbst bei einigen 4×4 Fahrzeugen das Fahren auf F-Strassen untersagt ist. Am besten Angebot heraussuchen und direkt beim Autovermieter schauen oft ist es dort billiger.
Mietwagen Island

Navigation

Für die meisten Island Reisenden ist Google Maps oder ähnliche Anwendungen völlig ausreichend, wir haben damit 90 % unserer Ziele erreicht. Abseits der Hauptstrassen und im Hochland ist es schon schwieriger nicht alle Pisten sind bei den Kartendiensten verzeichnet, hier sind klassische Strassenkarten ganz klar im Vorteil. Empfehlen können wir die Karten von Mál og Menning oder von Freytag & Berndt.

Strassenverhältnisse

Eine sehr Hilfreich Website ist Road.is hier findet man die aktuellen Strassenverhältnisse. Besonders wichtig für die F-Strassen und im Winter.

Auf der Seite Safetravel.is werden aktuelle Reisewarnungen zu den verschiedenen Regionen veröffentlicht, darüber hinaus kann man hier einen Notrufsender mieten und seinen Reiseplan hinterlegen dies ist empfehlenswert, wenn man in abgelegene Regionen im Hochland unterwegs ist.

Strassenverkehrsregeln

Bei den Strassenverkehrsregeln muss man sich im Grossen und Ganzen nicht umgewöhnen. Einzig die Schilder sehen anders aus sind aber selbsterklärend. Die Geschwindigkeitsbegrenzung sollte man tunlichst einhalten, auch wenn man das Gefühl hat man trifft auf keine Polizei irgendwann stehen sie da und dann wird es teuer.

Reisezeit

Ein wichtiger Aspekt bei der Planung ist die Reisezeit schliesslich entscheidet sie ob man z.b. ins Hochland kann oder nicht, oder ob man Nordlichter sehen kann. Wir waren Anfang September in Island und können heute sagen, es war für uns genau die richtige Zeit. Weshalb wir September gewählt hatten, lag an zwei für uns wichtigen Punkten:

  1. wir wollten Polarlichter sehen
  2. das Hochland sollte mehrheitlich offen sein

So kam für uns am Ende nur noch der September oder Oktober infrage. Am Ende entschieden wir uns für den September, da wir annahmen, dass das Wetter im September besser ist als im Oktober.

Island ist ganzjährig bereisbar, jede Jahreszeit hat ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile und natürliche ihren ganz eigenen Charme hier gibt es kein richtig oder falsch, sondern die persönlichen Vorlieben sollten hier entscheiden.

Hauptsaison (Juni-August)
  • lange Tageslicht
  • grössere Chancen auf gutes Wetter (statistisch gesehen)
  • die meisten Touren und Unternehmungen sind möglich
  • keine Polarlichter
  • Hochlandstrassen mehrheitlich geöffnet
  • viele Besucher
  • Preislich weniger attraktiv
Nebensaison (September-Mai)
  • Preislich günstiger
  • Möglichkeit Nordlichter zu sehen
  • Hochlandstrassen gesperrt
  • weniger Besucher an den Sehenswürdigkeiten (kein Muss)
  • je nach Monat nur sehr wenig Tageslicht
  • Gletscherhöhlen können besucht werden
Hochlandstrasse F550

Wetter

Um es kurz zusammen zufassen, das Wetter auf Island kann manchmal sehr brutal sein, egal zu welcher Jahreszeit oder in welchem Monat man vor Ort ist, wer Pech hat, kann ganz schön im Regen oder Schnee stehen. Wir wurden bei unserer Ankunft am Flughafen von Orkanböen begrüsst die ersten zwei Tage haben wir nur Nebel, Wolken und Regen erlebt. Das muss die Reiseseele erst einmal verkraften. Danach hatten wir mit wenigen Ausnahmen häufig sehr angenehmes und abwechslungsreiches Herbstwetter. Das Wetter auf Island schreibt eben seine ganz eigenen Geschichten und damit muss man umgehen können.

Wer bei YouTube nach Island Reise Videos sucht, wird beim Anschauen feststellen, dass schlechtes Wetter keine Seltenheit ist, wer mit dieser Tatsache zurechtkommt, wird auf Island keine Probleme haben.

Ein obligatorische Packliste wie man sie häufig findet veröffentlichen wir nicht da wir voraussetzen, dass jeder imstande ist dies selbstständig zu tun.

Geld

Die Isländische Krone ist das Zahlungsmittel auf Island. Bargeld ist mittlerweile eine Rarität geworden auf Island, wer möchte, kann zwei Wochen Urlaub auf Island machen, ohne jemals nur eine Krone in der Hand gehabt zu haben, denn die Kreditkarte ist das Zahlungsmittel der Isländer. Wir haben uns vorab 15000 ISK (100 Euro/CHF) geholt davon haben wir nur einen kleinen Bruchteil überhaupt gebraucht. Wer mit Bargeld zückt und damit bezahlt, wird sogar teils überrascht angeschaut. Trotzdem ist es Ratsam einige Kronen dabei zu haben denn an einigen Orten konnte man nur mit Bargeld Toiletten oder Automaten nutzen und es kam auch schon vor das die Kreditkartengeräte nicht funktionierten.

Möglichkeiten Geld zu sparen

  1. Flug: Früh buchen lohnt sich auch weiterhin bei Flügen, ebenfalls sind günstiger sind Gabelflüge z. B. über Kopenhagen
  2. Mietwagen 1: möchte man nur die Ringstrasse entlang fahren reicht ein normaler PKW völlig aus
  3. Mietwagen 2: Vergleich die Preise genau und nutze nicht nur Metasuchmaschinen dazu, sondern schau direkt bei den Autovermietern nach
  4. Unterkünfte: bieten neben dem Mietwagen ebenfalls über grosses Sparpotenzial
  5. Verpflegung: Kein Wasser kaufen höchstens, man möchte welches mit Kohlensäure haben
  6. Einkaufen: Kaufe Lebensmittel für einige Tage im Voraus
  7. Einkaufen: Kaufe Lebensmittel die nicht zu empfindlich sind da nicht überall ein Kühlschrank zur Verfügung steht

Unterkünfte

Beim Thema Unterkünfte gibt es zwei Wege zum einen die klassischen Hotels, Guesthouser und Airbnb die nicht unbedingte günstig sind und im Schnitt rund 100-130 Euro/CHF pro Nacht kosten oder man übernachtet im Zelt beziehungsweise im Camper oder Wohnwagen, bei den letzten zwei Optionen können die Preise allerdings auch recht saftig sein, unserer persönlichen Meinung nach spart man hier nicht wirklich Geld, wenn man sich die Mietpreise für Camper anschaut. Nur beim Zelten kommt man sehr günstig weg und kann wirklich Geld sparen.

Wir haben uns entschieden so gut wie jeden Tag, die Unterkunft zu wechseln, Vorteil ist da man nie einen Strecke zurückfahren muss und dass zwischen den einzelnen Unterkünften keine grossen Distanzen liegen. Nachteil ist sicherlich, dass man jeden Tag die Koffer packen muss. Unsere Unterkünfte haben wir über Booking.com gebucht und das weit im Voraus, insgesamt haben wir rund 2000 CHF für die 14x Übernachtungen bezahlt dabei war das Frühstück bis auf zwei immer inklusive.

  • Lighthouse-Inn – wenige Kilometer vom Flughafen entfernt im kleinen Ort Garður
  • Guesthouse Elin – kleine Bungalows mit allem, was man braucht guter Ausgangsort für das Hochland
  • Hotel Skogafoss – liegt direkt neben dem bekannten Wasserfall Skogafoss
  • Hotel Skaftafell – wenige Kilometer vom Skaftafell Visitor Center entfernt
  • Hotel Skalafell – Bauernhof mit herrlichen Wanderwegen in unmittelbarer Nähe
  • Glacier World Guesthouse – sehr einfaches Guesthouse nicht weit von einer Gletscherzunge entfernt
  • Dimmuborgir Guesthouse – Guesthouse mit Bungalows am Mývatn-See
  • Kirkjufell Guesthouse – Guesthouse mit Blick auf den berühmten Kirkjufell
  • Hotel Husafell – grosses Hotel am Hraunfoss
  • Hotel Duss – in Keflavík am Hafen gelegen
Guesthouse Elin Island

Fotoausrüstung

Für uns mit das Wichtigste auf einer Island Reise war die Fotoausrüstung. Man kann natürlich auch nur sein Smartphone mitnehmen, bei den heutigen Kameras kommen oft hervorragende Bilder dabei heraus, wir bevorzugen aber eine Kamera sowie unsere Drohne hier kommt natürlich noch einiges an Zubehör dazu hier eine kurze Übersicht.

  • Kamera
  • Weitwinkelobjektiv  (z. B. 16-35 mm)
  • Standard Zoom (z. B. 24-105 mm)
  • Teleobjektiv (z. B. 70-200 mm)
  • Stabiles Stativ
  • Filter (ND Filter, Polfilter)
  • Regenschutz
  • Akkus
  • Speicherkarten
  • Ladegeräte
  • Drohne

Karten und Apps

Als kleine Helfer auf einer Island Reise bieten sich einige gute bis hervorragende Apps an die einem bei vielerlei Aktiviäten und bei der Planung behilflich sein können.

  • Google Maps – Karten App zur Navigation und zum Markieren von Sehenswürdigkeiten
  • Komoot – Für die Planung von Wanderungen
  • Aurora – Vorhersagen für Nordlicht Aktivitäten
  • Parka – Parkgebühren App
  • Veður – Wetter App

Zahlreiche Karten Apps haben die klassischen Faltkarten bei vielen Reisenden mehr oder weniger verdrängt und ersetzt. Fährt man der Ringstrasse entlang ist Google Maps völlig ausreichend, doch möchte man ins Hochland oder sind nicht mehr alle Routen verzeichnet. Hier empfehlen wir die klassischen Karten wieder zur Hand zu nehmen, sie zeigen auch Routen die bei Google und Co nicht verzeichnet sind und geben Aufschluss über mögliche Hindernisse wie Flussläufe, die man durchfahren muss.

Island Karten

Drohnen

Wer eine Drohne sein Eigen nennt, sollte diese unbedingt mit nach Island nehmen. Wir haben unzählige Spots gefunden, die für die Nutzung einer Drohne wie gemacht waren. Die Landschaft in Island ist nicht nur aus der Augenhöhe umwerfend schön, sondern auch aus der Luft. Allerdings gibt es einige Regeln und Verhaltensweisen, die man beachten muss.

Eine der Wichtigsten Punkte ist Respekt zu haben hier und da sollte man verzichten können die Drohne fliegen zu lassen. Island ist eine beliebte Region für Drohnenpiloten, weshalb es auch immer mehr Regeln gibt, die es zu beachten gilt. Man stelle sich nur mal vor wie es an den Top-Sehenswürdigkeiten zugehen würde, wenn nur eine Handvoll Personen ihre Drohne fliegen lassen würden.

Drohnenverbote in Island

Der gesamte Vatnajökull Nationalpark ist mit einem Drohnenverbot versehen, dazu zählen nicht nur der berühmte Gletschersee Jökulsárlón, sondern auch die ganzen Gletscherzungen, wie der Skaftafell Gletscher. Ob am Diamond Beach ebenso ein Drohnenverbot herrscht, wie an der benachbarten Gletscherlagune Jökulsárlón ist unklar, da vor Ort keine Tafeln darauf hinweisen. Ja wer unsere Bilder genau betrachtet aus Island wird feststellen, dass wir an der Gletscherlagune mit unserer Drohne einige Kilometer abseits des grossen Parkplatzes geflogen sind, nachträglich betrachtet sehen wir das nun aber sehr kritisch. Gerade am und um den Vatnajökull Nationalpark ist es nicht immer ganz klar, ob man sich jetzt im Park befindet oder ausserhalb hier sollte man gesunden Menschenverstand und Rücksicht walten lassen und entscheiden, ob man seine Drohnen aufsteigen lässt oder nicht.

Bezüglich Drohnenverbot in Island sollte man sich also vorab informieren, da es nicht überall ausgeschildert ist und man als Drohnenpilot auch eine gewisse Verantwortung hat. Wichtig finde ich auch, dass ihr respektvoll gegenüber anderen Touristen sein solltet. Viele Touristen fühlen sich durch das ständig summende Geräusch gestört.

Nordlichter 

Nordlichter Live zu sehen war für uns ein Lebenstraum, dies war auch der Grund weshalb wir im September nach Island gereist sind. Während unserer zweiwöchigen Tour haben wir mehrmals Nordlichter beobachten können stets in unterschiedlicher Stärke und Ausprägung. Die Beste Zeit zur Beobachtung ist zwischen Mitte September und Ende März. Die drei wichtigsten Punkte dabei sind zum einen ein klarer Himmel und Dunkelheit und entsprechende Sonnenaktivitäten, die das Nordlicht auslösen.

Bei verschiedenen Anbieter gibt es sogenannte Nordlichttouren, dabei wird man meistens vom Hotel abgeholt und fährt in kleinen oder grossen Gruppen hinaus in abgelegenen Regionen und wartet auf die Nordlichter. Für Leute die in Reykjavik übernachten und kein Auto haben mag solch eine Tour noch sinnvoll sein alle anderen sollten sich das Geld lieber sparen. Abgesehen von der Region Reykjavik ist es sowieso überall in Island dunkel und ob es klar ist ober bewölkt kann man ganz einfach selber herausfinden, über die aktuellen Sonnenaktivitäten informieren verschiedene Apps, die man sich kostenlos herunterladen kann. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, beginnt der Tanz der Nordlichter im September meistens gegen 22 Uhr und zieht sich bis circa 2 Uhr am Morgen hin.

Eine sehr tolle Sache ist der sogenannte Polarlicht Alarm, den einige Unterkünfte anbieten, dabei wird man bei entsprechender Nordlicht Aktivität vom Personal per Telefon geweckt. Es empfiehlt sich bereits am Tag immer einen Spot in der Nähe des Hotels zu suchen von wo aus man die Nordlichter beobachten und fotografieren möchte.

Einen hervorragenden Fotoguide um Polarlichter einzufangen, gibt es bei Reisewut.com – 10 Tipps zum Fotografieren von Polarlichtern

Nordlichter Island
Nordlichter Island

Essen

Supermärkte

Auf Island gibt es mehrere Supermarkt-Ketten die hauptsächlich in den dicht besiedelten Gegenden liegen. Ansonsten decken kleine Minimärkte den täglichen Bedarf ab. Es empfiehlt sich am Anfang der Island Reise sich im Raum Reykjavik mit Vorräten einzudecken da es hier die grösste Dichte an Supermärkten hat. Preislich liegen die Märkte von Bónus, Krónan, und Nettó ungefähr auf Schweizer Niveau, Touristen aus Deutschland oder Österreich müssen hier und da mit rund 25-50 % Aufpreis rechnen besonders für importierte Waren. Aber man sollte sich nicht zu sehr abschrecken lassen denn schliesslich befindet man sich im Urlaub da darf man sich hin und wieder auch mal etwas gönnen. Wir waren bei unserem Island Trip meistens in den zwei Discountern von Bónus und Krónan.

Restaurants

Was dem ein oder anderen sicherlich auffällt, ist, dass viele Touristen auf Island im Vergleich zu anderen Urlaubsdestinationen weniger Essen gehen. In Reiseberichten im Internet sind Restaurant Empfehlungen eher selten, viel mehr steht die Selbstversorgung im Fokus. Zum einen liegt das an den teils saftigen Preisen zum anderen an der eher bodenständigen und einfachen isländischen Küche die keinen grossen Ruf geniesst. Wie schon bei den Supermärkten ist die Preisdifferenz für Deutsche und Österreicher um einiges höher und kann leicht zur Schnappatmung führen. Aus Schweizer Sicht ist die Situation etwas anders, hier bewegt sich das Preisgefälle auf ähnlichem Niveau wie im Alpenland.

Wirkliche herausragend ist die Isländische Küche zwar nicht, aber Lammfleisch und Langusten Liebhaber werden mit Glück sicher, dass ein oder andere Highlight erleben.

In unserem ersten Guesthouse wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir das Leitungswasser bedenkenlos trinken könnten, man sollte aber darauf achten nur das Kaltwasser zu nehmen, da das warme beziehungsweise heisse Wasser intensiv nach Schwefel riechen kann. Somit kann man hier etwas an den Ausgaben sparen.

Souvenirs aus Island

Bei dem Thema Souvenirs gehen die Geschmäcker bekanntlich weit auseinander die einen kaufen jeder Nippes die anderen können, dem Ganzen überhaupt nichts abgewinnen und halten es für Plunder. Wir liegen irgendwo dazwischen. Es gibt eine Sache, nach der wir immer Ausschau halten, wen wir auf Reisen sind, und zwar sind das Kaffeetassen. Unsere Sammlung ist nach rund 12 Jahren auf eine beachtliche Anzahl gestiegen und wir jeden Tag von uns genutzt. Auch auf Island haben wir uns zwei Tassen gegönnt.

Was wir hingegen überhaupt nicht empfehlen können, ist isländische Schokolade diese schmeckt einfach nur schrecklich und hat mit guter Schokolade nichts zu tun. Besser man kauft eines der unzähligen Lakritz Produkte oder Skyr.

Kleiner Spar Tipp: Island ist kein Mitgliedsstaat der EU somit kann man sich als Deutscher, Österreicher oder Schweizer ab einem Warenwert von 6000 ISK ein Tax-Free Formular aushändigen lassen. Dieses füllt man mit den nötigen Daten aus und gibt es am Tax-Free Schalter am Flughafen ab, wichtig dies muss zwingend vor dem Check-in gemacht werden da teilweise die gekaufte Ware kontrolliert wird. Nach 4-6 Wochen bekommt man dann die Gutschrift abzüglich einer Gebühr auf die Kreditkarte überwiesen.

Respekt und Regel

Leider wird man immer wieder auf Menschen treffen, die sich an keine Regeln und Vorgaben halten und meinen sie dürften alles machen und sich alles nehmen, was sie wollen. Dies führt bedauerlicherweise dazu, dass die Einheimischen immer mehr frustriert und genervt sind vom Tourismus hier sollte man sich selber einmal fragen wie man sich fühlen würde. Manche Regel mögen aus unserer Perspektive nerven oder gar merkwürdig erscheinen, doch es sind Regeln, an die man sich halten muss. Die Konsequenzen des nicht Beachtens tragen meist andere, denn irgendwann werden mehr und mehr Verbote erlassen und ganze Landstriche gesperrt. Damit geht viel verloren, was Island so schön und reizvoll macht.

Fakten zu unserer Island Reise 2021

  • Reisezeit: Anfang September 2021  (14x Nächte)
  • Unterkünfte: 10x Hotels und Guesthouser
  • Flug: Zürich – Kopenhagen – Reykjavik mit folgenden Airlines: Swiss, SAS und Icelandair
  • Kosten: ca. 200 CHF pro Person und Tag haben wir gebraucht (enthalten ist: Flug, Auto, Unterkünfte, Essen und Ausflüge)

Island Rundreise 2021 – Unsere Beiträge

Hier findet ihr eine Übersicht all unsere Island Beiträge, die wir bisher veröffentlicht haben.

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