Arosa Winterwanderung

Aussichtsreiche Winterwanderung vom Weisshorn nach Arosa

2020 stand ganz und gar im Zeichen der Corona-Pandemie doch es gab im Jahr 2020 auch eine Zeit als man Corona nur aus den Nachrichten kannte und die Welt noch nicht gefesselt war vom Virus. In dieser Phase der scheinbaren Normalität wenige Tage vor dem ersten grossen Lockdown in der Schweiz waren wir in Arosa unterwegs um eine Winterwanderung vom Weisshorngipfel zurück nach Arosa zu machen. Die Wanderung, die eher zu den längeren Winterwegen zählt, geht stets bergab und bietet eine beeindruckende Aussicht auf die Region um Arosa. Alles Weitere gibt es im folgenden Beitrag.

Wann, Wo, Wie – kurz und knapp

  • Wann: März 2020
  • Wo: Arosa Kanton Graubünden
  • Übernachtung: keine
  • Budget: 18 CHF pro Person für Bergfahrt
  • Highlights: unglaubliches Bergpanorama, herrliche Winterlandschaft
  • Schwierigkeit: leicht
  • Route: Weisshorn – Sattelhütte – Scheidegg – Rot Tritt – Prätschli – Arosa Dorf
  • Kilometer: 11 km
  • Höhendifferenz: 920 Meter Abstieg
  • Zeit Tour: rund 4 Stunden

Arosa:

Arosa ist ein international bekannter Ferienort im Kanton Graubünden rund 30 km (Fahrtweg) von Chur entfernt. Die Ortschaft liegt auf 1775 Metern über dem Meer und ist stark geprägt durch den Tourismus, wobei hier der Wintersport den Hauptanteil hat. Zahlreiche Bergbahnen und Liftanlagen erschliessen die Gipfel und Hänge auf der Westseite von Arosa hier besteht mit der Urdenbahn eine direkte Verbindung zu den Skigebieten in der Lenzerheide. Aber auch nicht Skifahrer finden viele Freizeitmöglichkeiten in Arosa angefangen von zahlreichen Winter- und Schneeschuhwanderwegen bis hin zu Schlittenpisten.

Anreise Arosa:

Die Anfahrt nach Arosa ist von den Kilometern her nicht sonderlich lang (Züri Oberland), allerdings zieht sich der Abschnitt Chur – Arosa durch die Kurvenreiche Strecke in die Länge, dies sollte man bei der Anreise mit einkalkulieren. In Arosa stehen drei Parkhäuser sowie über das gesamte Gemeindeareal verteilte Aussenparkplätze zur Verfügung. Wer lieber mit dem Öffentlichen Verkehr anreist kann dazu den stündlich Abfahrenden Zug von Chur nach Arosa der Rhätischen Bahn benutzen, mehr Informationen zum Fahrplan gib es bei der SBB. In Arosa selber gibt es ein Busnetz, das die wichtigsten Punkt miteinander verbindet oder man geht einfach zu Fuss da die meisten Ort nicht sonderlich weit auseinander liegen.

Weisshorn:

Nach einer rund zweistündigen Anfahrt lassen wir das Auto im Parkhaus stehen und laufen durch das verschneite Arosa zur Talstation der Weisshornbahn, die direkt hinter dem Bahnhof von Arosa liegt. Die Gondel ist bis zum letzten Platz gefüllt mit Ski und Snowboardfahrern die es auf die Piste zieht, Wanderer hingegen sucht man vergebens. Die Bergstation auf dem Weisshorn liegt auf 2639 Metern, hier werden wir begrüsst von einem blauen Himmel und strahlendem Sonnenschein. Direkt an der futuristischen Bergstation wird man vom Maskottchen von Arosa begrüsst einen Bären. Das Bärenland an der Mittelstation der Weisshornbahn ist seit vielen Jahren fester Bestandteil von Arosa, weshalb man immer wieder auf Bären in allerlei Varianten treffen wird. Der Bär auf dem Weisshorn besteht aus einem Metallrahmen, das Fell entstand im Laufe der Zeit durch tausende Wunschbänder die von Kindern und Besuchern auf den Bären befestigt wurden. Heutzutage ist der Bär ein beliebter Foto-Spot auf dem Weisshorngipfel.

Weisshorn Arosa
Bär Weisshorn Arosa
Weisshorn Arosa

Bevor wir uns auf den Weg machen zur eigentlichen Wanderung halten wir kurz inne und bewundern das Panorama, das sich vor uns ausbreitet. Am Horizont erkennt man auch das Parpaner Rothorn oberhalb der Lenzerheide wo wir bereits eine unserer Sonnenaufgangsfahrten unternommen haben.

Die Winterwanderwege vom Weisshorn startet auf der Nordseite der Bergstation hier quert man die Skipiste und läuft seitlich des Gipfels entlang. Der Weg ist hervorragend präpariert und an einigen Stellen mit Netzen gesichert wobei diese vermutlich für Skifahrer gedacht sind. Anfangs wird man vom Lärm der Skipiste begleitet, aber nach wenigen Minuten hat man sich so weit entfernt das Stille einkehrt. Die Aussicht ist famos und ständig bleibt man stehen, um das Panorama zu geniessen.

Steiler Abstieg zur Sattelhütte

Nach dem fulminanten Start ist unser erstes Etappenziel die Sattelhütte am Brüggerhorn, da man auf den ersten 1,5 km rund 250 Höhenmeter absteigt ist der Weg auf Teilabschnitten recht steil, bei guten Schneeverhältnissen ist dieser Abschnitt aber völlig problemlos zu laufen.

Das grösste Problem auf der Winterwanderung ist nicht der Weg, sondern vielmehr die Aussicht, schon für den ersten Abschnitt haben wir gute 45 Minuten gebraucht, weil wir immer wieder fasziniert stehengeblieben sind, um die Aussicht auf die Schneebedeckten Berge zu geniessen.

Entlang des Weges finden sich immer wieder Sitzbänke, die vom Schnee verschont geblieben sind und nun gerade zu danach rufen genutzt zu werden. Wir lassen uns aber nicht beirren und laufen weiter ins Tal hinab. Hier und da sieht man die Wanderwegweiser aus der Sommersaison aus dem Schnee herausschauen.

Beim Wandern sollte man nicht vergessen auch einmal stehenzubleiben und einen Blick zurückzuwerfen. Denn hier präsentiert sich der Weisshorngipfel und die Seilbahn aus einer ganz anderen Perspektive.

Kurz bevor man die Sattelhütte erreicht wird es wieder lauter, denn auch die Skipiste verläuft nun entlang des Winterwanderweges. Ein Wegweiser am Rande der Piste zeigt das man nach rechts weiter laufen muss in Richtung Scheidegg, Rot Tritt und Prätschli ein alternativer Weg führt hinab zur Mittelstation. Nach wenigen Minuten lassen wir wieder den Lärm der Skipiste hinter uns.

Panoramablick

Wieder schweift der Blick über die Gipfel der Region das Panorama weiss auf ganzer Linie zu begeistern und lässt einen nicht mehr los.

Das Gefälle des Weges flacht nun mehr und mehr ab. In einer langen Kurve geht es in Richtung Scheidegg. Wir sind so gut wie allein auf dem Winterwanderweg unterwegs nur eine Handvoll weiterer Wanderer haben wir bisher getroffen.

Ein vorerst letztes Mal geht der Weg entlang der Skipiste danach trennen sich die Wege, es geht nun allein durch die weite Winterlandschaft. Immer dem Hauptkamm entlang geht es hinab.

Besonders markant wirkten die Gipfel um den Weissfluh herum, dieser trennt Arosa von Davos. Rechts und Links des Weges wirkt die Landschaft völlig unberührt nur an wenigen Stellen verraten Holzpfeiler von Weidezäunen was sich immer Sommer hier verbirgt.

Nach circa 2 Stunden haben die Scheidegg (2090 Meter) erreicht man könnte auch bedeutend schneller sein aber wie sagt man so schön in der Ruhe liegt die Kraft. Ab hier ist auf dem Winterwanderweg bereits einiges los uns kommen nun immer mehr Leute, entgegen die entweder auf das Weisshorn laufen oder eine Rundwanderung von und zur Mittelstation machen.

Auch wenn wir uns wiederholen sollten auf dieser Wanderung gibt es nicht nur schöne Aussichten vor einem, sondern auch hinter einem, also bitte bleibt stehen und schaut euch um. Nur der präparierte Wanderweg sticht aus der weissen Winterlandschaft hervor. Kurz nach der Scheidegg teilt sich der Weg und man kann entweder auf direktem Weg hinab ins Tal wandern oder wie wir die Variante in Richtung Rot Tritt nehmen.

Aussichtspunkt Rot Tritt

Es wird nun flacher und flacher die steilsten Abschnitt hat man nun gemeistert die ersten Bäume zeigen, dass wir die Wald Grenze passieren, nach einer langgezogenen Kurve haben wir den Aussichtspunkt Rot Tritt erreicht. Von hier hat man einen besonders schönen Blick ins Schanfigg Tal, das sich vor unseren Augen entlang zieht. An dem kleinen Rastplatz mit Sitzmöglichkeiten lohnt es sich eine längere Pause einzulegen und sein Picknick zu essen.

Der Wanderweg füllt sich nun Stunde um Stunde die Menschen geniessen die wärmenden Sonnenstrahlen und erfreuen sich an der herrlichen Aussicht. Wir wandern weiter in Richtung Osten zur Prätschalp. In der kleinen Alpwirtschaft kann man sich stärken und bei einem kühlen oder warmen Getränk die Atmosphäre geniessen.

Der Weg wird breiter und verläuft durch ein lichtes Waldgebiet zum Oberen Prätschsee, der aber nur zu erahnen ist unter all dem Schnee. Am Wegesrand hat es immer wieder Sitzbänke die auch rege genutzt werden nur mit etwas Glück finden wir ein Plätzchen zum Pausieren.

Der Pfad schlängelt sich weiter in Richtung Arosa zurück, die ersten Häuser tauchen im Tal auf und auch Skifahrer queren hier und da den Winterweg. In südlicher Richtung kann man die Mittelstation erkennen, zu der man auch weiter wandern kann. Prätschli ist der erste Ortsteil von Arosa, den wir erreichen, hier liegen mehrere Hotels was man auch gleich merkt, draussen herrscht ein grosser Trubel besonders Familien nutzen die Kinderangebote wie Schlittenfahren, Kinderpiste und Winterspielplatz. In Prätschli startet der Schlittenweg Prätschli-Arosa Obersee der von Besuchern jedes Alter rege genutzt wird. Auf dem selben Weg wie die Schlittenpiste gehen wir weiter in Richtung Arosa.

Oberhalb von Arosa verläuft der Weg weiter nach Süden und passiert dabei die Luftseilbahn Weisshorn und die Sesselbahn Tschuggen Ost. Wir queren mehrere Pisten abschnitte und erreichen dann nach über vier Stunden Wanderzeit wieder den Ort Arosa.

Black & White

Eindrücke von unserer Wanderung in Schwarz&Weiss.

Mehr Informationen auf Websites & Blogs:

Arosa Lenzerheide – Hier findet man alles zu den beiden Ski und Wanderregionen Arosa und Lenzerheide

Bärenland Arosa – Das Bärenland in Arosa ist ein Paradies für Kinder neben der Beobachtung der Bären werden auch viele Unterhaltungsmöglichkeiten geboten.

Fazit:

Einen Besuch in Arosa lohnt nicht nur für Skifahrer, sondern auch Winterwanderfans kommen ganz auf ihre Kosten. Die Tour vom Weisshorn zurück nach Arosa ist ein herrliches Erlebnis, das alles geboten hat, was eine gute Wander ausmacht. Besonders hervorheben möchten wir die Länge der Wanderung die meisten Winterwanderwege sind eher kurz und überschaubar nicht so die Weisshorn Wanderung mit rund 11 km gehört sie zu den Langen Touren und dazu gibt es stets eine atemberaubendes Bergpanorama obendrauf.

Weitere schöne und beeindruckende Ausflüge findet ihr unter der Rubrik Wanderung so zum Beispiel die Winterwanderung in Braunwald oder unseren Ausflug auf das Jungfraujoch.

Kennt auch ihr Arosa und das Weisshorn oder wisst andere schöne Orte oder Städte, dann schreibt uns doch einen Kommentar dazu.

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