Nebelmeer Schauenberg

Wanderung zur Burgruine Schauenberg im Kanton Zürich

Zwischen dem Tösstal im Süden und dem Murgtal im Norden liegt der 890 Meter Hohe Schauenberg. Auf der Hügelkuppe thront die gleichnamigen Ruine Schauenberg, die ein sehr bekanntes Ausflugsziel in der Region ist. Dadurch das der Schauenberg in seiner Unmittelbaren Umgebung die höchste Erhebung ist, geniesst man zu jeder Jahreszeit einen unvergleichlichen Ausblick. 2019 waren wir zum ersten Mal auf der Burgruine Schauenberg und konnten uns eine Bild der reizvollen Landschaft machen. Besonders schön ist das Panorama in der Herbst- und Winterzeit, wenn der Nebel über dem Flachland liegt. Dazu bietet die Umgebung so einige Wander und Mountainbiketouren.

Wann, Wo, Wie – kurz und knapp

  • Wann: Dezember 2019, November 2021
  • Wo: Burgruine Schauenberg bei Turbenthal
  • Wie: Auto/zu Fuss
  • Highlights: Blick über das Nebelmeer auf die Alpen
  • Schwierigkeit: leicht
  • Kilometer: 1,5 km
  • Höhendifferenz: 60 Meter
  • Zeit Tour: ca. 30 Minuten

Streckeninfo / Karte / Höhenprofil

Anfahrt und Ausgangspunkt

Die Anreise zur Ruine kann man von Winterthur und dem Turbenthal oder von Elgg aus unternehmen. Parkplätze gibt es bei Girenbad, Oberschlatt, Geretswil oder Hofstetten. Wir haben unser Auto an einem kleinen Waldparkplatz bei Geretswil abgestellt, an der Weggabelung Tannenweid. Die Anzahl an Parkplätzen ist beschränkt, weshalb es an Wochenenden schnell passieren kann das es keine Freien Plätze mehr hat.

Wanderung auf den Schauenberg

Von hier geht es in westlicher Richtung in den Wald hinein. Nach einer Kurve geht es steil aufwärts, durch den gefrorenen Boden ist der Weg teils rutschig. Der Nebel hat den Wald, fest im Griff nur hier und da kann sich die Sonne für kurze Zeit behaupten. Hat man den Steilen Anstieg geschafft, kommt man auf einen Anhöhe von wo man das Triangulationsdreieck bereits erblickt. Durch eine Absperrung hindurch geht es die letzten Steilen Meter hoch zum Gipfel.

Parkplatz Schauenberg
Parkplatz Schauenberg
Parkplatz Schauenberg
Nebelmeer Schauenberg
Nebelmeer Schauenberg
Nebelmeer Schauenberg
Nebelmeer Schauenberg

Panorama über dem Nebelmeer

Der Gipfel und die Burgruine Schauenberg liegen auf 892 Metern und man fühlt sich wie auf einem Insel im Ozean. Ringsherum liegt die gesamte Region im Nebelmeer. Im Osten thront der mächtige Säntis und wer genau hinschaut, erkennt sogar die Antenne auf dem Gipfel. Weiter schweift der Blick über die Churfirsten in Richtung der Glarneralpen und weiter über die Rigi zu den berühmten drei Bergen des Berner Oberlands Eiger, Mönch und Jungfrau. Ganz einsam im Norden kann man sogar den Schnee bedeckten Feldberg im Schwarzwald erblicken. Man ist wie gefesselt von diesem fantastischen Anblick.

Panorama Schauenberg
Panorama Schauenberg

Geschichte der Burgruine Schauenberg

Die ersten Spuren auf dem Schauenberg stammen aus der Bronze oder Eisenzeit. Um 1200 wurde auf dem Schauenberg die ersten Bauwerke aus Holz errichtet. Diese wurden kurze Zeit später, durch massiv gemauerte Gebäude ersetzt und erweitert, dabei wurde auch ein Halsgraben quer durch die Bergkuppe gegraben. Zu dieser Zeit wurde die Burg das erste Mal urkundlich erwähnt, unter dem Namen Castro Schowenberc. Das Kloster St. Gallen übergab die Lehnsherrschaft über die Burg Schauenberg an Walter von Kastell, dreissig Jahre später wird Beringer von Hohenlandenberg Nachfolger auf der Burg Schauenberg. Dieser wurde in Chroniken des Raubes und der Falschmünzerei beschuldigt. 1344 beging Beringer von Hohenlandenberg ein Vergehen gegen den Landfrieden, darauf zerstörten österreichische Amtleute und Bevölkerung aus der Region die Burg. In Folge des Dreissigjährigen Krieg wurde 1622 durch die Zürcher Obrigkeit auf dem Schauenberg ein Hochwachtsystem errichtet, das Signal konnte von anderen Hochwachten wie zum Beispiel Pfannenstiel, Tämbrig, Üetliberg, Kyburg und einigen anderen gesehen werden. Danach verfiel die Anlage weiter. 1976-1979 führte die Kantonsachäologie Zürich Grabungen durch, dabei wurde die Ruine und die Hochwacht konserviert.

Schautafel Schauenberg
Panoramaanzeiger
Panorama Schauenberg

Herbstzeit auf dem Schauenberg

Dass der Schauenberg zur Winterzeit sehr fotogen ist, haben wir 2019 erleben dürfen doch auch im Herbst spielt der Hügel im Tösstal all seine Reize aus. Durch den Laubwald um die Hügelkuppe herum ergeben sich zahlreich Fotomotive, die den ganzen Charme des Herbstes zeigen.

Tipp:

Einen kleinen Tipp am Rande wer einen Ausflug zur Burgruine Schauenberg plant und nicht sicher ist wie das Wetter vor Ort ist der solle einen Blick auf die Webcam Schauenberg werfen. Auch das Leibliche Wohl kommt auf dem Schauenberg nicht zu kurz, im Restaurant Schauenberg, das 15 Minuten Fussweg vom Wanderparkplatz entfernt liegt kann man sich nach einer Wanderung verwöhnen lassen.

Herbst Schauenberg
Blick vom Schauenberg
Drohnen Aufnahme Schauenberg
Panorama Schauenberg

Fazit:

Der kurze Spaziergang zur Ruine Schauenberg ist gerade im Herbst und Winter, wenn der Nebel die Region fest im Griff hat eine lohnende Sache. Die Aussicht über das Nebelmeer ist ein fantastischer Höhepunkt. Am besten nimmt man ein kleines Picknick mit, lässt sich auf den Mauerresten der Ruine nieder dabei und geniesst das Panorama.

Weitere schöne und beeindruckende Ausflüge findet ihr unter der Rubrik Wanderung so zum Beispiel die Wanderung auf den Munt la Schera oder den Stadtrundgang in Stein am Rhein.

Kennt auch ihr die Burgruine Schauenberg oder wisst andere schöne Orte oder Städte, dann schreibt uns doch einen Kommentar dazu.

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