Nebelmeer Schauenberg

Wanderung zur Burgruine Schauenberg im Kanton Zürich

Die letzten Tag des Jahres 2019 ziehen vorbei und bescherten uns ein Wetter, das recht typisch ist für die Region um Uster. In den kalten Jahreszeiten liegt immer wieder Nebel über den zahlreichen Seen und Flüssen der Region und oft schafft es die Sonne nicht hin durchzubrechen. So beschlossen wir selber einen Sonnigen Ort zu suchen. Wie so oft war, uns hier das Internet behilflich über verschiedene Webcams fanden wir die Burgruine Schauenberg im Turbenthal Kanton Zürich. Die Aufnahmen im Netz versprachen Sonne pur und dazu einen herrlichen Blick auf die Berge und das Nebelmeer. Warm angezogen machten wir uns auf den Weg zum rund 30 Minuten entfernten Schauenberg.

Wann, Wo, Wie – kurz und knapp

  • Wann: Ende Dezember 2019
  • Wo: Burgruine Schauenberg bei Turbenthal
  • Wie: Auto/zu Fuss
  • Highlights: Blick über das Nebelmeer auf die Alpen
  • Schwierigkeit: leicht
  • Kilometer: 1,5 km
  • Höhendifferenz: 60 Meter
  • Zeit Tour: ca. 30 Minuten

Streckeninfo / Karte / Höhenprofil

Anfahrt und Weg

Die Anfahrt zur Ruine kann man von Turbenthal oder von Elgg aus unternehmen. Parkplätze gibt es bei Girenbad, Oberschlatt, Geretswil oder Hofstetten. Wir haben unser Auto an einem kleinen Waldparkplatz bei Geretswil abgestellt, an der Weggabelung Tannenweid. Von hier geht es in westlicher Richtung in den Wald hinein. Nach einer Kurve geht es steil aufwärts, durch den gefrorenen Boden ist der Weg teils rutschig. Der Nebel hat den Wald, fest im Griff nur hier und da kann sich die Sonne für kurze Zeit behaupten. Hat man den Steilen Anstieg geschafft kommt man auf einen Anhöhe von wo man das Triangulationsdreieck bereits erblickt. Durch eine Absperrung hindurch geht es die letzten Steilen Meter hoch zum Gipfel.

Parkplatz Schauenberg
Parkplatz Schauenberg
Parkplatz Schauenberg
Nebelmeer Schauenberg
Nebelmeer Schauenberg
Nebelmeer Schauenberg
Nebelmeer Schauenberg

Panorama über dem Nebelmeer

Der Gipfel und die Burgruine Schauenberg liegen auf 892 Metern und man fühlt sich wie auf einem Insel im Ozean. Ringsherum liegt die gesamte Region im Nebelmeer. Im Osten thront der mächtige Säntis und wer genau hinschaut, erkennt sogar die Antenne auf dem Gipfel. Weiter schweift der Blick über die Churfirsten in Richtung der Glarneralpen und weiter über die Rigi zu den berühmten drei Bergen des Berner Oberlands Eiger, Mönch und Jungfrau. Ganz Einsam im Norden kann man sogar den Schnee bedeckten Feldberg im Schwarzwald erblicken. Man ist wie gefesselt von diesem fantastischen Anblick.

Panorama Schauenberg
Panorama Schauenberg

Burgruine Schauenberg

Die ersten Spuren auf dem Schauenberg stammen aus der Bronze oder Eisenzeit. Um 1200 wurde auf dem Schauenberg die ersten Bauwerke aus Holz errichtet. Diese wurden kurze Zeit später, durch massiv gemauerte Gebäude ersetzt und erweitert, dabei wurde auch ein Halsgraben quer durch die Bergkuppe gegraben. Zu dieser Zeit wurde die Burg das erste Mal urkundlich erwähnt, unter dem Namen Castro Schowenberc. Das Kloster St. Gallen übergab die Lehnsherrschaft über die Burg Schauenberg an Walter von Kastell, dreissig Jahre später wird Beringer von Hohenlandenberg Nachfolger auf der Burg Schauenberg. Dieser wurde in Chroniken des Raubes und der Falschmünzerei beschuldigt. 1344 beging Beringer von Hohenlandenberg ein Vergehen gegen den Landfrieden, darauf zerstörten österreichische Amtleute und Bevölkerung aus der Region die Burg. In folge des Dreissigjährigen Krieg wurde 1622 durch die Zürcher Obrigkeit auf dem Schauenberg ein Hochwachtsystem errichtet, das Signal konnte von anderen Hochwachten wie zum Beispiel Pfannenstiel, Tämbrig, Üetliberg, Kyburg und einigen anderen gesehen werden. Danach verfiel die Anlage weiter. 1976-1979 führte die Kantonsachäologie Zürich Grabungen durch, dabei wurde die Ruine und die Hochwacht konserviert.

Schautafel Schauenberg
Panoramaanzeiger
Panorama Schauenberg

Fazit:

Der kurze Spaziergang zur Ruine Schauenberg ist gerade im Winter wenn der Nebel die Region fest im Griff hat eine lohnende Sache. Die Aussicht über das Nebelmeer ist fantastische und beeindruckend zugleich.

Weitere schöne und beeindruckende Ausflüge findet ihr unter der Rubrik Wanderung so zum Beispiel die Wanderung auf den Munt la Schera oder den Stadtrundgang in Stein am Rhein.

Kennt auch ihr die Burgruine Schauenberg oder wisst andere schöne Orte oder Städte, dann schreibt uns doch einen Kommentar dazu.

Wollt ihr mehr Bilder unserer Reisen und Wanderungen sehen dann folgt uns auf Instagram, Pinterest oder Facebook….

Pinterest Pin:

Pinterest Schauenberg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü

Corona Pandemie:

Aufgrund der Corona Pandemie in der Schweiz und Weltweit ruft der Bundesrat, die Bevölkerung auf, Verantwortung zu übernehmen: Bleiben Sie zu Hause.

Mehr Informationen auf BAG.ch

Newsletter abonnieren

Möchtest du über Neue Beiträge informiert werden dann abonniere jetzt meinen Newsletter.

E-Mail Adresse: