Astrup Fearnley Museum Oslo

Zu Besuch in Oslo Reisebericht Teil: 2

In Teil 1 unseres Oslo Beitrags hatten wir Stadt an einem schönen herbst Tag erkundet, nun in Teil 2 folgt der zweite und letzte Tag unsere Reise diesmal dreht sich alles um Museen.

Wo, Wann, Wie – kurz und knapp

  • Zeit: Freitag-Sonntag
  • Wo: Oslo
  • Übernachtung: 2x Nächte
  • Budget: ca. 1000 CHF (Flug, Transfer, Hotel, Essen, Souvenirs, Oslo Pass für einen 1xTag)
  • Highlights: Opernhaus, Nationalgalerie, Frammuseum, Aker Brygge

2. Tag:

Wie bereits am ersten Tag starteten wir den Tag mit einem herrlichen Frühstück in unserem Hotel. Für unseren zweiten und letzten Tag kauften wir uns den Oslo Pass über die offizielle App (iTunes) den Oslo Pass gibt es wahlweise für 24, 48 oder 72 Stunden und kostet für Erwachsene 395, 595 oder 745 Kronen pro Person. Mit dem Pass kann man alle öffentliche Verkehrsmittel in der Zone 1 und 2 benutzen, man kann in die meisten Museen kostenlos, man bekommt viele Ermässigungen bei Stadtrundfahrten sowie in Restaurants und Geschäften. So ausgerüstet ging es mit dem Bus auf die Halbinsel Bygdøy.

Der Oslo Pass ist eine gute Idee um Geld zu sparen in Oslo zu bedenken ist allerdings das man sich vorher genau überlegt was man anschauen möchte und wie viel da sich da Pass erst ab einer bestimmten Anzahl Attraktionen rechnet. Bei unserem Ausflug waren dies drei Museen (je 100 Kronen) und die Fahrkarten für den Bus (140 Kronen) erst danach haben wir Geld gespart.

Unser erstes Museum an diesem Tag war das Frammuseum am äussersten Zipfel von Bygdøy. 1936 eröffnet widmet sich das Museum ganz der Geschichte der Polarforschung. Von aussen sind die zwei dreieckigen Gebäude recht unauffällig, aber das erste Highlight bekommt man auch gleich am Eingang serviert denn, wenn man durch die Tür geschritten ist, steht vor einem ein recht grosses Schiff, und zwar in diesem Fall das Forschungsschiff Fram nachdem das Museum auch benannt ist.

Leuchtturm Fram Museum Oslo

Als Erstes ging es ins Kino wo es einen Einführungsfilm über die Polarforschung zu schauen, gab übrigens in verschiedenen Sprachen. Die Idee des Films fand ich persönlich sehr gut, so konnte man mit den Exponaten, die im Museum gezeigt wurden, viel mehr anfangen und geschichtlich besser einordnen. Das Kino befindet sich übrigens im zweiten Gebäude des Museums und auch in diesem steht ein imposantes Schiff, und zwar die Gjøa die 1906 als erstes Schiff unter dem Kommando von Roald Amundsen die Nordwestpassage bewältigte. Um das Schiff herum gibt es viele Exponate der Forschungsreise zu bestaunen und auch zu vergangenen Reise wird viel gezeigt.

Goja Fram Museum Oslo
Goja Fram Museum Oslo

Wieder im ersten Gebäude angelangt geht es dort ganz um das Schiff Fram und seine Expeditionen in die Nord und Südpolarregion. Ebenfalls im Mittelpunkt standen die drei Kapitäne der Fram und zwar Fridtjof Nansen, Otto Sverdrup und Roald Amundsen. Auf mehreren Etagen um das Schiff herum werden Gegenstände, Briefe, Bilder und vieles mehr gezeigt. Und natürlich kann man das Schiff genauso wie die Gjøa auch betreten. Der Abschluss des Museums ist ein Souvenirladen mit einigen sehr netten Sachen. Besonders Bücherwürmer kommen hier auf ihre Kosten denn man kann viele verschiedene Bücher kaufen zum Thema Polarforschung und Expeditionen.

Fram Museum Oslo
Fram Museum Oslo

Das zweite Museum an diesem Tag war das Vikingskipshuset (Wikingerschiffhaus) nur 15 Minuten Fussweg vom Frammuseum entfernt. Das Vikingskipshuset 1913 eröffnet zeigt in drei Gebäudeflügeln die Funde von drei Wikingerschiffen sowie verschiedenen Gegenstände der Wikingerzeit wie zum Beispiel Karren, Grabbeigaben, Stoffreste und vieles mehr. Im vierten Gebäudeflügel wird ein sehr gut gemachter Film, beziehungsweise Multimediashow gezeigt über die Geschichte und das Leben der Wikinger.

Wikinger Schiff im Vikingskipshuset Museum Oslo

Mit dem Bus ging es zurück ins Stadtzentrum, und zwar nach Aker Brygge wo Museum Nummer drei lag, und zwar das Astrup Fearnley Museum für moderne Kunst. Das Museum ist auf zwei Gebäude verteilt und liegt am Ende vom Stadtteil Aker Brygge, umgeben vom Tjuvholmen Skulpturenpark. In Hauptgebäude befindet sie die Astrup Fearnley Sammlung mit bedeutenden Kunstwerken von internationaler Künstler. Die Sammlung war für uns weniger interessant, es entsprach einfach nicht unserem Geschmack, deshalb ging es auch recht schnell ins zweite Gebäude, wo die Wechselausstellung war unter dem Titel „Effects of Good Government in the Pit“, diese Ausstellung war sehr gut, obwohl manche Kunstwerke doch recht eigenwillig waren, nicht jeder mag oder kann eine in der Mitte geteilte Kuh oder Kalb sehen. Die meisten anderen Kunstwerke waren zumeist Fotos oder Installationen. Uns beiden konnte das Museum nicht ganz mitreissen  aber das ist halt Kunst dem einen gefällt es dem anderen nicht.

Vom Astrup Fearnley Museum ging es entlang des Hafens Richtung Rathaus. Dass wir uns nochmals genauer anschauten, besonders zu erwähnen wäre die sehr schöne Uhr auf der Rückseite des Gebäudes oder der markante Eingangsbereich.

Rathaus Oslo

Unser viertes und letztes Museum war die Nationalgalerie von Oslo. Hier findet sich die grösste Kunstsammlung von Norwegen unter anderem mit den weltberühmten Werken von Edvard Munch z.b. das Gemälde „Der Schrei“ aber auch Künstler wie Pablo Picasso, Claude Monet und van Gogh. Die Nationalgalerie war ein weiteres Highlight, an diesem Tag man konnte es teils kaum glauben war für tolle Bilder dort hängen. Wir sind, was Museen betrifft wirkliche Neueinsteiger und eigentlich war das nie eine Leidenschaft oder auch nur ein Interesse aber nach dem heutigen Tag werden wir öfters auf unseren Ausflügen die Museen der jeweiligen Städte besuchen. Wir hätten wirklich nicht gedacht das es soviel Spass machen kann sie Kunstwerke anzuschauen.

Tipp: Man sollte sich allein für die Hauptausstellung gute zwei Stunden Zeit nehmen um alle Werke in Ruhe betrachten zu können.

Man konnte zu meiner Überraschung sogar fotografieren allerdings habe ich darauf verzichtet da ich, das für unpassend empfand mit einer grossen Spiegelreflexkamera in einem Museum zu fotografieren.

Leider war unsere Zeit nur knapp bemessen für die Nationalgalerie und so mussten wir viel zu schnell wieder aufbrechen. Am späten Nachmittag ging unser Flug mit Swiss zurück nach Zürich.

Fazit:

Unser zweiter Tag war ein abwechslungsreicher Kontrast zum ersten Tag, leider war die Zeit viel zu knapp bemessen, vier Museen in fünf Stunden zu besuchen war nicht die beste Idee aber da haben wir wieder etwas gelernt. Trotz der spärlichen Zeit hat es viel Spass gemacht und auf unseren nächsten Reisen z.b. Hongkong (Dez. 2017) oder Malaga (Januar 2018) werden wir viel mehr die Museen der Städte ins Visier nehmen. Auch in der Schweiz wird das ein oder andere Museum von uns besucht werden.

Insgesamt waren wir absolut begeistert von Oslo, das Hotel, die Stadt, die Museen alles war sehr toll. Allerdings muss man einfach wissen das alles richtig teuer ist und das, obwohl wir selber aus einem sehr teuren Land kommen. Aber wir fanden, dass es sich gelohnt hat.

Wir können Oslo nur allen anderen Weiterempfehlen.

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