Chüebodensee

Wanderung zum Chüebodensee bei Elm

Durch unsere abenteuerliche Wanderung auf den Vilan in Graubünden einige Tage zuvor bereits vom Wanderfieber infiziert, war ich an diesem Frühlingshaften Wochenende  allein unterwegs. Ziel der Wanderung sollte der Chüebodensee sein und von dort weiter zur Wildmadfurggeli von wo man weiter Richtung Garichti-Staussee und Mettmen wandern kann, aber für diese Wanderung war die Wildmadfurggeli mein eigentliches Ziel. Ausganspunkt war die Ferienregion Elm im Glarnerland. Elm liegt am Ende des Sernftal, das ungefähr in der Mitte des Glarnerlands liegt. Mit der Elmer Sportbahn, die am Ende der Ortschaft ging, es hoch zum Ämpächli am Charenstock hier startete meine Wanderung zum Chüebodensee und dann weiter zur Wildmadfurggeli. Um es vorweg zu nehmen, ich musste die Tour leider kurz vor dem Ziel wegen des Schnees auf dem Weg abbrechen. Aber trotzdem war die Wanderung lohnenswert, nicht nur wegen der herrlichen Aussicht und den schönen Bildern, die ich machen konnte, aber lest selber.

Wann, Wo, Wie – kurz und knapp

  • Wann: Wochenende Ende Mai 2017
  • Wo: Elm im Sernftal/Glarus Süd
  • Wie: Auto, Gondelbahn, zu Fuss
  • Übernachtung: keine
  • Budget: Parkgebühren plus 16 CHF Berg- Talfahrt
  • Highlights: Bergpanorama von Piz Sardona, Tschingelhörner
  • Schwierigkeit: Mittel – teils Steile Abschnitte
  • Route: Elm – Ämpächli – Wetterböden – Oberämpächli – Steinböden – Gelber Chopf – Steinböden – Oberämpächli – Wetterböden – Ämpächli – Elm
  • Kilometer: ca. 9 km Hin und zurück
  • Höhendifferenz: 610 Meter
  • Zeit: 5 Stunden reine Laufzeit

Ämpächli:

Mein Ausflug startete in Elm einer Gemeinde im Sernftal oder auch Kleintal genannt das auf dem Gebiet von Glarus Süd liegt. Elm ist ein beschaulicher Ort der hauptsächlich in der Ferienzeit aus seinem Schlaf erwacht. Malerisch ist der Ort von den Bergmassiven Piz Sardona und Kärpf sowie vom Vorabgletscher umgeben. Der Name Elm ist den meisten wohl eher vom Elmer Citro geläufig das im Ort seine Produktionsstätte hat. Am Ende der Ortschaft liegt auch die Elmer Sportbahn die von hier hoch zum Ämpächli fährt, wo die Wanderung ihren Ausgangspunkt hat.

UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona:

In der Region um Elm liegt auch die berühmte Glarner Hauptüberschiebung, die auch unter dem Namen UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona bekannt ist. Hier lässt sich die Plattentektonik und die Entstehung von Gebirgen sehr gut erkennen. Die Tektonikarena erschreckt sich vom Walensee über Elm bis zum Pizol. Es gibt verschiedene Wanderungen, Themenwege, Informationszentren und Veranstaltungen die einem das Thema Plattentektonik näher bringen. Auch bei unseren Seen-Wanderungen auf dem Pizol waren die Informationstafeln zur Tektonikarena ein ständiger Begleiter.

Blick Tschingelhörner Tektonikarena Sardona

Steiler Aufstieg:

Von der Bergstation aus geht es die ersten Meter gemütlich durch lockere Bergwälder und über Alpweiden dem Weg entlang. Man kommt an den beiden Restaurants Ämpächli und Älpli vorbei bevor der Weg dann immer steiler Bergauf geht. Nach rund 2,5 km kommt man zum Bergrestaurant Munggä Hüttä wo man mit etwas Glück einige Murmeltiere beobachten kann, in den Hängen rund um das Restaurant haben einige Tiere ihre Unterschlüpfe gebaut.

Murmeltier Munggä Hüttä

Wanderweg Ämpächli

Berghütte Ämpächli

Weiter an der Munggä Hüttä vorbei wird der Weg steiler und steiler bis man den Steinibach erreicht hier teilt sich der Weg. Wer über den Bäch weiter läuft, kann eine Rundwanderung zurück zur Bergstation machen ansonsten geht es nun den Berg hinauf in nördlicher Richtung zum Chehrböden.

Munggä Hütta Elm

Man kommt an den Liftanlagen vorbei die im Winter die Ski- und Snowboardfahrer den Berg hinauf bringen. Und immer wieder hält man kurz inne und schaut sich das atemberaubende Bergpanorama an das vor einem oder hinter einem liegt. Hier stechen besonders die beiden Gipfel Piz Sardona und Piz Segnas ins Auge.

Bündner Vorab Gipfel

Tschingelhörner und Martinsloch

Das letzte Stück des Weges hoch zum Steinböden hat es in sich und verlangt einem einiges ab.

Skilift Steinböden Elm

Die Mühe wird, aber belohnt, sobald man die erste Anhöhe beim Skilift Steinböden erreicht hat und man den tollen Ausblick geniessen kann. Die letzten steilen Meter bis zum Grat am Gelber-Chopf sind schnell überwunden und man kann endlich den Chüebodensee vor einem erkennen.

Gefrorener Chüebodensee

Chüebodensee:

Da es Ende Mai noch viel Schnee hat, in den Bergen sind einige Abschnitte der Wanderung noch recht mühselig. Auch der Weg von Gelber Chopf runter zum Chüebodensee ist noch völlig vom Schnee bedeckt. Somit verzichte ich auf den Abstieg und suche mir am Grat entlang einen schönen Fleck um mein Mittagessen einzunehmen.

Bergpanorama Elm Piz Sardona Tschingelhörner

Nach der Rast ist das nächste Ziel die Wildmadfurggeli (Wildmadlücke). Dafür muss ich nochmals einiges an Höhenmetern überwinden und einige Schnee- und Eisfelder überqueren. Doch kurz vor der Wildmadlücke ist der Schnee noch so tief und auch rutschig das an ein vorankommen unter sicheren Bedienungen für mich nicht zu denken ist. Da ich noch einige Meter an Höhe zu nehmen habe und ich die Schnee Bedingungen auf der Anhöhe nicht kenne beschliesse ich abzubrechen und wieder zurückzukehren.

Übergang Wildmadfurggeli

Rückweg:

Der Rückweg ist derselbe wie ich gekommen war, vom Steinböden bzw. Gelber Chopf geht es runter zum Oberämpächli und weiter zur Bergstation der Sportbahn Elm.

Wanderweg zum Chüebodensee

Die Enttäuschung ist da das man die Tour nicht so machen konnte wie man dachte, aber die Sicherheit geht vor und somit war die Entscheidung richtig gewesen. Auf dem Rückweg kann ich nichtsdestotrotz ein traumhaftes Bergpanorama geniessen, das vor mir liegt.

Blick auf den Piz Sardona

Blick auf den Hausstock

Fazit:

Mein Fazit zur Tour, die leider abbrechen musste, ist trotz allem sehr gut. Die Region um Elm hat sich mir vor der besten Seite gezeigt. Da ich am Anfang der Saison unterwegs war, hatte es nur wenige Leute, während der ganzen Wanderung sind mir nur eine Handvoll Wanderer begegnet. Erst auf dem Rückweg hatte es einige Leute am  Bergrestaurant. Das Wetter war fantastisch und man konnte jede Minute das Panorama, das einem geboten wurde geniessen. Die Tour ist ohne Probleme und Schwierigkeiten zu gehen. Das letzte Stück hoch zum Steinböden ist etwas steil aber für jedermann zu schaffen. Wir/Ich werden die Wanderung bei besseren Wegbedingungen nochmals angehen und dann das Fazit und die Beschreibung anpassen.

Wer noch mehr Wanderungen machen möchte und Ideen sucht im Glarnerland hier können wir die Tour zum Chamerstock oder zum ebenfalls traumhaften Oberblegisee empfehlen.

Kennt auch ihr den Chüebodensee oder wisst andere schöne Touren, dann schreibt uns doch einen Kommentar dazu.

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