Sonnenaufgangsfahrt Brienzer Rothorn

Sonnenaufgangsfahrt auf das Brienzer Rothorn

Ein besonderes Highlight das meistens im Sommer von einigen Bergbahnen in der Schweiz angeboten wird ist eine Sonnenaufgangsfahrt. Dieses besondere Erlebnis haben wir bereits im letzten Jahr am Aletschgletscher gemacht. Und auch in diesem Jahr an einem Juli Wochenende haben wir die Chance genutzt unsere zweite Sonnenaufgangsfahrt zu unternehmen diesmal aufs Brienzer Rothorn am gleichnamigen See.

Das Brienzer Rothorn gehört zu den Emmentaler Alpen und liegt auf der Grenze zu den drei Kantonen Bern, Luzern und Obwalden. Der Berg hat eine Höhe von 2349 Metern und kann von zwei Seiten erreicht werden zum einen mit der Seilbahn von Sörenberg aus oder aber mit der Brienzer-Rothorn-Bahn von Brienz aus. Für die Sonnenaufgangsfahrt kann man aber nur mit der Seilbahn zum Berg hinauf fahren.

Wann, Wo, Wie – kurz und knapp

  • Wann: Sonntags, Juli 2018 (siehe Daten bei Sörenberger Bergbahn)
  • Wo: Sörenberg Brienzer Rothorn
  • Wie: Auto, zu Fuss
  • Übernachtung: keine
  • Budget: 38 CHF für Seilbahn, 24,50 CHF Frühstück
  • Highlights: Panoramablick auf Eiger, Mönch und Jungfrau sowie den Brienzersee
  • Schwierigkeit: leicht
  • Route: Parkplatz Gondelbahn Sörenberg – Brienzer Rothorn
  • Kilometer: ca. 2 km Hin und zurück
  • Höhendifferenz: 190 Meter
  • Zeit: 2-4 Stunden je nachdem wie lange man oben bleibt

Bergbahn Sörenberg:

Da die erste Gondelbahn von Sörenberg auf Rothorn bereits um 5:00 Uhr am morgen hoch fährt und wir ca. 2 Stunden brauchten zur Anreise hiess das für uns um 2:30 Uhr aufzustehen. Der Wetterbericht versprach wolkenlosen Himmel bis zum Nachmittag, aber leider wollte das Wetter nicht so ganz der Voraussage folgen. Kurz vor der Talstation fing es an zu regnen. Zu unserem Glück hörte es aber nach einiger Zeit wieder auf aber die Gewitterwolken blieben uns den Tag über erhalten.

Wir waren die ersten an der Talstation aber lange warten mussten wir nicht pünktlich um 5:00 Uhr fuhr die erste Gondel hoch zu Rothorn. Mit uns waren ca. 30 Leute unterwegs, auf dem Rothorn selber verteilten sich die Leute recht schnell. Die meisten gingen direkt hoch auf den Gipfel.

Brienzer Rothorn:

Wir suchten uns einen kleinen Hügel, etwas abseits der Bergstation bauten das Stativ auf und wärmten uns mit Kaffee aus der Thermoskanne. Leider war die Sicht auch auf die Bergwelt nicht wirklich optimal viele Wolkenfelder versperrten der aufgehenden Sonne den Weg. Wir liessen uns aber nicht entmutigen und fanden den Blick auf die Gipfel und den Brienzersee trotz aller Widrigkeiten sehr schön.

Brienzer Rothorn Sonnenaufgangsfahrt

Bevor es ins Restaurant ging, machten wir natürlich auch einen Abstecher auf den Rothorngipfel. Die Sonne konnte sich teils bereits etwas Platz verschaffen musste sich aber immer noch den Himmel mit vielen Wolken teilen.

Sonnenaufgang Brienzer Rothorn

Blick auf den Brienzersee

Brienzer Rothorn Aussicht

Gegen 7 Uhr bekamen wir langsam Hunger und wir gingen zum Gipfelrestaurant Rothorn zurück, wo wir uns auf das Frühstück freuten. Es empfiehlt sich einen Tisch im vor raus zu reservieren da viele Leute die Möglichkeit zum frühstücken nutzen. Wir hatten das Glück, das wir einen schönen Fensterplatz bekamen und so neben dem Frühstück auch die tolle Sicht geniessen konnten. Leider waren wir nicht wirklich überzeugt vom Frühstück und würden das nächste Mal darauf verzichten. Das lag nicht in der Qualität des Frühstücks, sondern am Preis-Leistung Verhältnis. 24,50 CHF waren definitiv zu viel für das gebotene Buffet, da erwarte ich mehr für den Preis auch, wenn man bedenken muss das alles mit der Seilbahn hinauf geschafft werden muss.

Nach dem Frühstück ging es wieder raus, die Sonne konnte sich mittlerweile gegenüber den Wolken durchsetzen und wir machten uns auf zum Schongütschgipfel, der oberhalb der Rothorn Kulm liegt. Schon von der Bergstation kann man den Schongütsch leicht am Gipfelkreuz erkennen.

Panoramatafel Brienzer Rothorn

Schongütschgipfel

Nur wenige Meter von der Bergstation entfernt hinter einer Erhebung sahen wir einige Steinböcke die ganz ungestört ihr Frühstück assen.

Brienzer Rothorn Steinböcke

Durch den Regen am morgen war der Weg extrem rutschig und wir kamen nur langsam vorwärts. Nach 20 Minuten erreichten wir das Gipfelkreuz und wurden zu Belohnung mit einem herrlichen Rundblick belohnt.

Gipfelkreuz Schongütschgipfel

Brienzer Rothorn

Kreuz Schongütschgipfel

Eiger, Mönch und Jungfrau wollten sich uns nicht ihrer ganzen Pracht zeigen, sondern versteckten sich in den Wolken. Dafür war die Sicht auf den Brienzersee umso schöner nur einige wenige tief hängende Nebelfelder gaben der Szenerie ihren ganz besonderen Charme.

Eiger Mönch Jungfrau

Brienzersee

Aus östlicher Richtung zogen immer mehr dunkle Wolkenfelder auf und liessen uns wissen, das wir langsam aber sicher zurück mussten.

Brienzer Rothorn Gipfel

Brienzer Rothorn Wegweiser

Doch bevor es wieder zur Bergstation ging, statteten wir der Brienzer Rothorn Bahn noch einen kurzen Besuch ab. Schon auf dem Schongütschgipfel konnten wir die Eisenbahn sehen, wie sie den Berg hinauf fuhr. Mit nur wenigen Touristen an Bord erreichte sie den Bergbahnhof. Wo wir bereits warteten.

Brienzer Rothorn Bahn im Bahnhof

Aufschrift Brienzer Rothorn Bahn

Aussicht vom Brienzer Rothorn

Für uns war dies das Signal, das es Zeit wurde die Heimreise anzutreten. Wir liefen wieder zur Bergstation und von dort weiter mit der Gondel zur Talstation von wo wir die Heimreise antraten. Nach weiteren 2 Stunden Autofahrt endete unsere zweite Sonnenaufgangsfahrt.

Brienzer Rothorn Bahn Talstation

Fazit:

Unser Fazit ist trotz nicht ganz optimalem Wetter sehr positiv. Wir mussten zwar sehr früh am Morgen aufstehen wurden anfangs etwas vom Wetter hängen gelassen und vom Sonnenaufgang konnte man auch nicht soviel sehen, aber es war trotz allem sehr eindrücklich, die ruhige Atmosphäre am morgen oben am Berg mit nur wenigen anderen Besuchern ist schon sehr schön. Später hat uns dann auch die Sonnen noch einen Besuch abgestattet und wir konnten das herrliche Bergpanorama geniessen auch wenn Eiger, Mönch und Jungfrau nicht wirklich zu sehen waren. Einziger Kritikpunkt ist das Frühstück, was etwas lieblos war, da hatten wir uns etwas mehr versprochen. Unser Ausflug war kurz, aber es hat sich am Ende gelohnt.

Weitere schöne und auch beeindruckende Ausflüge in der Region findet ihr unter der Rubrik Wanderung so zum Beispiel die Rundwanderung um den Pfäffikersee oder die Tour zu den Jöriseen im Kanton Graubünden. Wer sich für Winterwanderungen begeistern kann, sollte sich unsere Tour auf dem Chäserrugg im Toggenburg anschauen.

Kennt auch ihr das Brienzer Rothorn und habt Tipps zu Touren, dann schreibt uns doch einen Kommentar dazu.

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